Lehre aus tragischem Unfall in Wintergasse: Jetzt Verlegungsplan für Holzverladestation Purkersdorf !

Anlässlich des tragischen Unfalls mit einer Toten in der Wintergasse kann nicht einfach „business as usual“ betrieben werden. – Völliges Versagen der überörtlichen Raumplanung: Holzverladestation Purkersdorf trotz ungünstiger Lage durch Zusperren des Verladeplatzes in Hadersdorf und Verbauung des Standorts Rekawinkel überbeansprucht. Es war nicht der erste Unfall – doch jetzt muss Schluss sein!

 

Lehre aus tragischem Unfall in Wintergasse: Jetzt Verlegungsplan für Holzverladestation Purkersdorf !
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Anlässlich des tragischen Unfalls mit einer Toten in der Wintergasse kann nicht einfach „business as usual“ betrieben werden. Der Holzverladestandort in der Wintergasse in Purkersdorf soll neu bewertet werden. Denn:
Der tragische Unfall mit einem Holztransporter in der letzten Woche ist nicht der erste in dieser Weise in Purkersdorf, wenn auch ein besonders bedauerlicher. Oftmals gab es auch mit Kleinkindern schon kritische Situationen, die angesichts der engen Herrengasse und Wintergasse nicht überraschend sind. Nicht überraschend ist auch, dass der Unfall genau an der kritischsten Stelle an der Ecke der 2 Gassen stattfand. Um das zu erkennen, braucht man kein Verkehrsexperte zu sein. Verwunderlich ist eventuell nur, dass bis jetzt nicht mehr passiert ist. Dies ist auch der Achtsamkeit der meisten LKW-Lenker zu verdanken
Zu den Sicherheitsproblemen kommen bekanntlich auch die immer wieder anzutreffenden Lärmbelastungen bei der Holzverladung, die in dieser Weise bei einer anderen Vorgangsweise nicht notwendig wären.

Völliges Versagen der überörtlichen Raumplanung
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Das Ganze hängt mit dem völligen Versagen der überörtlichen Raumplanung zusammen. Der Holzverladeplatz Hadersdorf wurde ohne Ersatz im Zuge des Tunnelbaus geschlossen, obwohl in diesem Raum durchaus ein Ersatz möglich gewesen wäre. In Rekawinkel wurde das Areal, das noch vor einigen Jahren zum Ausbau des dort vorhandenen (kleinen) Holzverladeplatzes einfach privatisiert bzw. verbaut! Die Leute, die das in Pressbaum beschlossen haben, und im Land genehmigt haben, sollten eigentlich zur Verantwortung gezogen werden. Geblieben ist im Wienerwald somit der mit Abstand ungünstigste Standort mit großen sicherheitsmäßigen Probleme: alle Holz-Verladungen von Wien bis Neulengbach konzentrieren sich nämlich derzeit auf Purkersdorf.
Der Bezirkshauptmann, der sich um die rechtliche Sanierung von Bausünden durch Baulöwen a la Lintner kümmert, selbst wenn dabei Gemeindegrenzen verlegt werden müssen, kann dies sicher bewerkstelligen, wenn er will.
Keinesfalls sollte der Holztransport von der Bahn auf die Straße verlagert werden; daher fordern wir auch nicht die sofortige Schließung des Holzverladeplatzes, sondern einen Absiedelungsplan mit einer Fristsetzung von einem Jahr.
Die Landesstellen, die für die Herbeiführung der vertrackten Lage verantwortlich sind, sollten nun einen Standort für die Holzverladung suchen und die nötigen Schritte setzen. Alles andere wäre das bewusste Inkaufnehmen zukünftiger Unfallopfer.

Ein Kommentar zu „Lehre aus tragischem Unfall in Wintergasse: Jetzt Verlegungsplan für Holzverladestation Purkersdorf !

  1. Liebe Josef,

    Dieser Holzverladeplatz ist auf Grund der (Siedlungs)Entwicklung in Unter Purkersdorf zu dem ungünstig gelegenen Fall geworden der er heute ist. Jedoch eine Übersiedlung binnen Jahresfrist zu fordern kann dazu führen, daß der Platz binnen Jahresfrist tatsächlich verschwindet, aber die Alternative fehlen wird. Das wird, wie schon Usus in Österreich, ein weiters Beispiel von der Verkehrsverlagerung werden: Nämlich auf die Straße, in diesem Fall auf die B1 und B44! Bitte tappe nicht in diese Falle!

    lg

    Andreas Offenborn dzt. fern der Heimat

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