Karli reitet wieder – für Eurofighter und Rüstung!

Warum fällt Karli seinen Parteifreunden in den Rücken? Warum macht er gemeinsame Sache mit den rüstungsfreunden in VP, BZÖ usw.?Warum kämpft Bürgermeister Schlögl so für die Kampfflugzeuge?

Karli reitet wieder – für Eurofighter und Rüstung!

Warum kämpft Bürgermeister Schlögl so für die Kampfflugzeuge?

„Österreich“ titelte am 14.5.07: „Schlögl kritisiert scharf“: Schlicht „falsch“ bezeichnet Mag. Schlögl, der Purkersdorfer Bürgermeister, Darabos Vorgehenweise bei den Eurofightern und wörtlich: „Darabos muss alles tun, damit das Heer nicht kaputt gespart wird? Darabos soll sich aus dem Politstreit heraushalten. Er tut damit dem Heer nicht gut“. Wirklich eine Super-Idee, die Eurofighter aus dem „Politstreit“ heraushalten! Heisst wohl, die ach so wichtigen Kampfflugzeuge
einfach „durchziehen“, und schon gar nicht fragen, was beim Bundesheer einfach zu groß dimensioniert ist. Irgendwie komisch, dass ein Fast-einmal- SPÖ-Vorsitzender gerade jetzt im kritischsten Moment, wo es ein klare Chance gibt, 2 Milliarden für was Besseres zu verwenden als für Kampfflugzeuge, seinem (zaudernden) Minister in den Rücken fällt, und gemeinsame Sache mit den Scharfmachern von VP und Konsorten macht.

Nicht so komisch ist das mehr, wenn mensch sich erinnert, dass genau dieser Mann nicht nur bekanntlich immer wieder eine SP-FP(-BZÖ) Regierung als reale Variante betrieben hat – dafür wurde ihm bekanntlich sogar vom BZÖ ein vorderer Platz auf der Kandidaten-Liste des BZÖ bei der letzten Wahl angeboten.

Aber merkwürdig ist schon, dass „Karli“ schon bei der Regierungsbildung das (halbherzige) Festhalten am Eurofighter-Ausstieg durch die SPÖ im Fernsehn kritisiert hat. Schon bevor es einen Untersuchungsausschuss gab, wusste er, dass da alles ok ist. Was treibt diesen „populären“ Politiker plötzlich so an, einmal was zu fordern, was 80 % der Bevölkerung gar nicht wollen? Mit dem von EADS festgehaltenen Rapid-„Netzwerk“ – Schlögl ist ja da in der Führung – wird es wohl nicht ganz zusammenhängen. Wenn er irgendwie sich nur in Erinnerung rufen will, damit alle wissen, dass er noch eine wichtige Rolle spielt, dann könnte er sich zweifellos auch Lustigeres einfallen lassen.

Warum er sich gerade so für Eurofighter und Rüstung ins Zeug legt, werden wir vielleicht auch noch einmal erfahren. Er könnte es uns in diesem Sinne aber schon am kommenden Samstag sagen, wenn er groß den 40. (!) Jahrestag der Stadterhebung eines Purkersdorfs groß feiern lässt und dazu sogar unser Landeshauptmann auf Regimentsunkosten zum Ehrenbürger gemacht wird. Wär doch schön, wenn in so erhebenden Momenten einige Düsenbomber zur Feier des Tages über den Hauptplatz brausen könnten. Oder?