Ein Vorschlag an den Bürgermeister, der viel bringt, aber der Gemeinde nix kostet

Vorschlag zur Erstellung einer Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach

 – In Gablitz soll ein weiteres Rückhaltebecken am Höbersbach gebaut werden. Dazu notwendige Vorarbeiten könnten nun mit der Erstellung einer Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach in Purkersdorf verbunden werden .

Vorschlag zur Erstellung einer Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister; lieber Karl!

 

Wie du wahrscheinlich weißt, gab es eine Kontroverse bezüglich der bachnahen Verbauung der früheren Trautenbergergründe in der Linzerstraße durch eine Firma aus dem Imperium des Milliardärs Stumpf und der darausfolgenden möglichen Hochwasserfolgenfolgen für das an der anderen Seite des Gablitzbaches liegende Grundstück. Leider wurde im Bauverfahren keine Berechnung der möglichen Hochwasserfolgenfolgen durchgeführt – wie du ja weißt.

Ein dahinterliegendes Problem dabei ist, dass es keine Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach in Purkersdorf gibt, obwohl eine solche für alle kleinen Bäche und nun auch für den Wienfluss vorliegt, und der Gablitzbach nun eine absolute Lücke hinsichtlich der Unterlagen für Hochwasserrisken in Purekrsdorf darstellt. Ich habe schon vor längerer Zeit das angeregt, wie du dich vielleicht erinnern kannst; das ist aber jetzt unwichtig.

 

Warum ich dir nun schreibe, lieber Karl, ist, dass ich dir einen Vorschlag mache, der künftige Probleme der geschilderten Art entschärft und der Gemeinde nichts kostet, außer einem Schreiben, und genau darum ersuche ich dich:

Bei der Tagung „Raumordnung und Naturgefahren“ konnte ich gestern mit DI Franz Brandstetter von der Abteilung Wasserbau der NÖ-Landesregierung sprechen, der sich auch mit der dargestellten Verbauung durch die Milliardärsfirma beschäftigt hat. Ich konnte von ihm auch erfahren, dass in Gablitz wie bekannt eine Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach existiert, allerdings die Maßnahmen dazu nicht abgeschlossen sind, und demnächst insbesondere ein weiteres Rückhaltebecken am Höbersbach gebaut werden soll. Dazu notwendige Vorarbeiten könnten nun zweckmäßigerweise mit der Erstellung einer Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach in Purkersdorf verbunden werden könnten.

Die Kosten einer Gefahrenzonenplanung werden von Land (und Bund) getragen, jedenfalls nicht von der Gemeinde.

 

Übrigens ist es – wie ich auf der Tagung erfahren habe- so, dass „Unterlieger“- Gemeinden (beachte: nicht Unterliga) oft sogar an „Oberlieger“-Gemeinden für Hochwasserschutzbauten zahlen, weil sie ja Interesse daran haben, dass ein Hochwasser schon weiter oben am Fluss abgefangen wird; aber das schlage ich nicht vor, sondern weise damit nur darauf hin, dass die Gemeinde Purkersdorf bei dem ganzen Ganzen gut wegkommt.

 

Warum das Ganze jenseits des bekannten Falles wichtig ist, ist dass mindestens ein Dutzend Gablitzfluss-AnrainerInner im Süßfeld von möglichen Hochwässern ziemlich betroffen sein würden, da ja – wie du weißt, nördlich des Gablitzbaches im Raume des Lintner-Imperiums mächtige Anschüttungen durchgeführt wurden, und so die Gablitzfluss-AnrainerInner im Süßfeld eben die Hauptbetroffenen wären.

 

Konkret nun:

Ich ersuche dich als Bürgermeister direkt an DI Franz Brandstetter von der Abteilung Wasserbau der NÖ-Landesregierung zu wenden (post.wa3@noel.gv.at, 02742 9005 14446) oder auch an den regionalen Zuständigen (Titl. Hahn), den du ja kennst, und einfach die Gefahrenzonenplanung für den Gablitzbach in Purkersdorf zu beauftragen.

 

Bei Bedarf bin ich bereit dich jederzeit im Sinne der Sache zu beraten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Josef Baum