Wie unser Landeshauptmann einen Pfarrer niederbügelt

Klare Verhältnisse oder: Wie unser Landeshauptmann einen Pfarrer niederbügelt


http://www.youtube.com/watch?v=GxOnpOAZXyQ
 

Unser Landeshauptmann propagiert zur Zeit landauf landab „Klare Verhältnisse“ oder „Klarheit durch Mehrheit“. Was das konkret heißt, darüber findet sich im Internet derzeit ein Amateurfilm.

„Klare Verhältnisse“ oder Wie unser Landeshauptmann einen Pfarrers niederbügelt

Unser Landeshauptmann propagiert zur Zeit landauf landab „Klare Verhältnisse“ oder „Klarheit durch Mehrheit“. Was das konkret heißt, darüber findet sich im Internet derzeit ein Amateurfilm. Er handelt von einer Episode im Leben unseres niederösterreichischen Landeshauptmanns vor über 10 Jahren. Ich weiß, dass manche dieses Video für fabriziert halten; die Medien sind in NÖ ziemlich im Griff (Im Standard stand gerade am Samstag: „Pröll beschwert sich nicht, er tobt, wenn das Kamerateam – des ORF – fehlt, berichten Begleiter des Landeshauptmanns auf früheren Wahlreisen“). Kritische Schlaglichter über unseren Landeshauptmann oder über den im Hintergrund stehenden Raiffeisenkonzern kommen da fast nicht mehr vor; und eine solche Wahrheit über das Verhalten bei leiser Kritik – wie im Video – können manche gar nicht mehr glauben. Ich selbst hab das damals auch nicht geglaubt, und bin der Geschichte nachgegangen, und es stimmt. Ich hab sogar den Eindruck gewonnen, dass der ÖVP die Verbreitung dieses Videos gar nicht unrecht ist, weil es ja zeigt, wo in NÖ der Bartl den Most holt.

Es geht konkret um arme Leute und den (damaligen) Pfarrer von Burgschleinitz bei Maissau. Beachtlich, dass sich die Leute das gefallen lassen. Und es gibt viele ähnliche Geschichten, wie der Landeshauptmann seine eigenen Leute behandelt, die sind aber nicht durch ein Video belegt.

Denjenigen, die versucht haben, solche Sachen aufzuzeigen, ist das oft nicht gut bekommen. Selbst unser Purkersdorfer Bürgermeister, der ja einmal Landeshauptmannstellvertreter war, Pröll beerben zu können glaubte, und selbst ähnlich wie Pröll agiert, hielt den monatelangen Beton nicht mehr aus, und wurde so entnervt, das er über Nacht alle Funktionen im Land hinwarf, und sich seit dieser Kapitulation nur mehr auf Purkersdorf konzentriert.

Mir geht es da noch gut: Mir hat einmal ein hoher Beamter in NÖ gesagt, als ich mich bei einer Ausschreibung um einen Auftrag beworben habe: „Sie können uns nicht gleichzeitig kritisieren und sich dann um einen Auftrag bewerben“. Und er sagte das in einer beindruckenden moralischen Überzeugung, wie wenn das ein allgemeines Sittengesetz wäre. Ja es ist eigentlich erstaunlich, wie viele Leute sich mit den Sittengesetzen des niederösterreichischen Machtsystem arrangiert haben, oder damit Geschäfte abschließen. Schlögl hat Pröll inzwischen auf Regimentsunkosten zum Purkersdorfer Ehrenbürger gemacht. – Jetzt machen sogar Künstler wie Fritz Muliar Werbung für Pröll. Und die frühere grüne Abgeordnete Langthaler meint, bei der großen Wahlauftaktveranstaltung für Pröll die Moderatorin auftreten zu müssen, wie sie blauäugig meint nur geschäftsmäßig und ganz unpolitisch.

Trotzdem viel Spaß bei:

http://www.youtube.com/watch?v=GxOnpOAZXyQ