Kapital- und Polit-Fossilien bleiben bei fossiler Energie

Der frühere Umweltminister Minister Bartenstein:“Wir sind nun einmal Partner von BMW, Daimler und Audi, die eher größere Autos bauen“. Ich meine: wenn heute eine Regierung in DER Zukunftsfrage nichts taugt, dann sollte sie wirklich nach ihrer Existenzberechtigung fragen.

Eigentlich möchte ich schon seit Tagen die Tätigkeiten unseres Purkersdorfer Bürgermeisters beleuchten, es kommt aber immer was dazwischen:

Heute bricht Minister Bartenstein eine Lanze dafür, dass große Autos ordentlich das Klima versauen sollen. Nein so hat er es natürlich nicht direkt gesagt. In den Salzburger Nachrichten vom 26.2.08 findet sich heute ein Artikel mit dem Titel „Widerstand gegen EU-Klimapläne formiert sich – Österreich, Ungarn und Tschechien stellen sich hinter Deutschland – Bartenstein: ?Strafen zu hoch'“. – Es geht darum, dass die deutsche Autoindustrie die zaghaften Versuche der EU den CO2-Ausstoss der Autos herabzubringen nach allen Regeln der Kunst bekämpft, und selbst in Widerspruch zu Autoerzeugern etwa in Frankreich kommt, die kleinere Autos bauen.

Aber hören wir den Minister wörtlich: „Wir verfolgen hier unsere eigenen Interessen, wir sind nun einmal Partner von BMW, Daimler und Audi, die eher größere Autos bauen“. Herr Bartenstein war früher übrigens – ja wirklich – Umweltminister!

Nebenbei: Die US-Autoindustrie wollte auch lange Zeit von Energiefresser-Modellen nicht abrücken. Auch verständlich: wenn das ganze Kapital darauf aufbaut, will man das so lange wie möglich nutzen. Ergebnis dort: die US-Autoindustrie ist fast halbiert worden, weil sie die Trends verschlafen hat. Kapital-Fossilien auf Basis fossiler Energie haben keine sehr hohe Lebenserwartung.

 

Es gibt heute viele Gründe diese Regierung zu kritisieren; ich meine: wenn heute eine Regierung in DER Zukunftsfrage nichts taugt, dann sollte sie wirklich nach ihrer Existenzberechtigung fragen