Ein Pröllung: „Wählen sie ihren Landeshauptmann“

Die ÖVP verbreitet nun in NÖ: „Sie können ihren Landeshauptmann wählen“. Man könne Pröll wählen, auch wenn eine eine andere Partei angekreuzt wird; das stimmt, das kann man: nur wählt man dann Pröll UND die ÖVP. Ein bewährter Trick, den sonst bisher Dorfkaiser – wie unser Bürgermeister – angewandt haben.

Ich weiß das, weil ich 1995 deswegen bis zum Verfassungsgerichtshof gegangen bin, weil in Purkersdorf mit dieser Mitteilung im Amtsblatt nachweislich Leute den Bürgermeister UND unsere Liste gewählt haben, aber diese Stimmen für die Bürgermeisterpartei gezählt wurden, und wir dabei um ein Mandat geprellt wurden. Jetzt wird da auf Landesebene gepröllt. – Das oberste Gerícht meinte zwar, dass das nicht ok war, aber eben kein Grund zur Aufhebung eines Gesetzes oder einer Wahl.

Bemerkenswert übrigens, wie viele KünstlerInnen bis hin zur Grünen Monika Langthaler naiv oder für ein Butterbrot plötzlich nicht mehr wissen, wo oben und unten ist. Felix Dvorak, sonst SP-Werber, bedacht mit irgendeiner Sommertheaterbeschäftigung in NÖ schreibt z. B. über unseren Landesvater: „Seine ausgleichende Art mit den politischen Gegnern zu kommunizieren, schafft in NÖ in Klima, das Vorbild für unsere derzeitige Regierung sein sollte“. Meint er NÖ, wo die schwarze Dampfwalze selbst bis in Hintertupfing alles steuert? Die NÖ-Methoden sind ja jetzt im Innenministerium offenbar und belegt worden, der Großteil vollzogen von Leuten, aus dem Pröllstall.

Sicher war das unter SP-Ministern nicht viel anders. Unser Exminister Schlögl hatte aber den Vorteil, dass er damals noch keine Emails schreiben konnte und so der Nachweis schwierig ist.

Ungebremste Machtdemonstration nach VP-NÖ-Art und neue Technologien mit Abhören und Computerzugriffen, das ist schon eine wilde Mischung.