„Putin von St. Pölten“ schafft Kunststück: „Haltet den Dieb“

Respekt für Onodi; und den neuen SP-NÖ-Chef, er zieht Wahlanfechtung nicht zurück- „Erwin Pröll – der Putin von St. Pölten“? -Kunststück geschafft: „Haltet den Dieb“ – Gunst des Herrschers oder Rechtsstaat? -Folgenschwerer Autobahnbau als Pröll-Klima-Todsünde

Onodi hat ihren Rücktritt in Würde gemacht, ohne sich irgendwie durch Schuldzuweisungen provozieren zu lassen; Respekt! Respekt auch dem neuen SP-NÖ-Chef Josef Leitner. Er dürfte zwar kein Linker sein. Aber seine erste Ansage, die vor der Wahl eingebrachte Wahlanfechtungsklage – Siehe dazu Einträge http://baum.puon.at/blog/baum.php?itemid=77 und – wegen der Pröll-Wahltricks nicht zurückzuziehen zeugt von Haltung, und das ist im Pröllsystem schon was. es ist zu hoffen, dass er bei den Anliegen der Arbeiter und Angestellten, und allgemein bei Zukurzgekommenen dieselbe Haltung bewahrt.

„Erwin Pröll der Putin von St. Pölten“?

Noch was zum Wahlausgang:
 „Die Presse“ schrieb gestern übrigens einfach und klar : „Erwin Pröll – der Putin von St. Pölten“ und über Pröll : „Ähnlich dürfte auch Wladimir Putin seine Welt sehen“. Ich sehe das nicht so drastisch. Aber dass so was in der großen bürgerlichen Tageszeitung geschrieben werden kann, ist auch nur möglich, weil die mächtige Raiffeisengruppe diese Zeitung noch nicht kontrolliert.

Kunststück geschafft: „Haltet den Dieb“

Das Pröll-System hat wirklich ein Kunststück geschafft.
Die primitive und harte Parteipostenpolitik, die jetzt im Innenministerium dokumentiert worden ist, ist genau von früheren oder jetzigen engsten Vertrauensleuten von Pröll wie Karner und Strasser exekutiert worden. Genau das ist auch Teil der Pröllerei in NÖ, und sie finden das auch ganz normal.
Nach der Methode „Haltet den Dieb“ geht die VP darauf wenig ein, schüttet umgekehrt die Aufdecker von Haidinger bis Pilz an und schafft geschickt Konfusion: „Wir wissen uns zu wehren“, provoziert Stillstand in der Regierung, und kann dies zur Gänze bei der Wahl der SP in die Schuhe schieben; das ist wahrlich eine Meisterleistung, sicher auch dank geschickter Mediensteuerung durch Pröll, Schüssel und Co. wie es Sperl im Standard am 10.3. beschrieben hat – und dank mäßiger Leistung von Gusi und Co

Gunst des Herrschers oder Rechtsstaat?

Nicht dasselbe wie die harte Parteipolitik, aber damit im Zusammenhang steht: Pröll selbst rühmt sich auch laufend „Interventionen“ zu machen und „hundertausende“ schon gemacht zu haben. Und das wissen ja auch alle: von Posten bis Schulfragen geht‘ s nicht nach irgendwelchen objektiven Regeln, die für alle gleich sind. Nein, der Herrscher erweist sein Gunst, und „interveniert“ für Untertanen, die sich huldvoll nähern

Folgenschwerer Autobahnbau als Pröll-Klima-Todsünde

Das Pröll-System wird irgendwann enden. Was leider viel länger halten wird, sind die monströsen Autobahnen mit negativsten Energie-, Lärm- und Klimafolgen. Pröll selbst behielt sich immer die Straßenbauzuständigkedit, und bedient die Baulobby von Raiffeisen und Co durch laufend weiteren Autobahnbahn vor allem um Wien und im Weinviertel. Dieser Beton schafft weiteren Verkehr. Und in keinem Bundesland ist der LKW-Verkehr und die CO2- Emissionen in den letzten Jahren so explodiert wie in NÖ, wie auch der VCÖ nachwies.
Und aktuell zwingt er Gemeinden im Traisen- und Gölsental zu einer autobahnartigen Schnellstraße, obwohl – was selten genug ist – die SP-Bürgermeister wegen des Drucks der Bevölkerung dabei Widerstand leisten.
Siehe:
„Niederösterreich: Drei Dörfer proben Aufstand
03.03.2008 MICHAEL LOHMEYER (Die Presse)
Verkehr. Warum drei Gemeinden um ihre Standortqualität fürchten, wenn geplante Straßen gebaut werden.“
Das sind „Todsünden“ (um in Pröllschen Denken zu bleiben), die nur durch völlige Umkehr ungestraft bleiben?..

Ein Kommentar zu „„Putin von St. Pölten“ schafft Kunststück: „Haltet den Dieb“

  1. Klimaschutz:das Pröll-System stoppen.
    Mastbetriebe mit den grössten EU.Förder.
    leiten ihre Abgase einfach über das Dach
    Tag und Nacht für Anrainer eine Zumutung
    Nur in NÖ.Raumordnung von Reg.vernachl.
    Hunderte Schweine und Kälber auf Voll-
    spaltenbeton haben in Dörfer nichts zu
    suchen.Umweltminister und Agrarminister
    in einer Person????Wir brauchen Luft zum
    Atmen.

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