66 Häuser bei Hochwasser in Purkersdorf gefährdet

Landes-Gefahrenzonenplanung zeigt: 27 Häuser bei 100-jährlichen Hochwasser, 66 Häuser bei 300-jährlichen Hochwasser in Purkersdorf direkt gefährdet. Jetzt sollte der Hochwasserschutz Vorrang haben

Die vom Land NÖ durchgeführte und von mir mehrmals eingeforderte Gefahrenzonenplanung für den Wienfluss in Purkersdorf liegt nun vor. Danach wären beim heutigen Stand bei einem 100-jährlichen Hochwasser (HQ100) 27 Häuser betroffen. Da das Hochwasser 1997 stärker als ein 100-jährliches Hochwasser war, wurden auch Hochwässer einbezogen, die nur alle 300 Jahre vor kommen dürften, aber durch den Klimawandel doch wahrscheinlicher werden: danach sind dann 66 Häuser entlang der Wien in Purkersdorf hochwassergefährdet, und zwar hauptsächlich in der Minder- und Postsiedlung, sowie entlang der Gotschgasse. Im unteren Purkersdorf gibt es wenig neuralgische Punkte.

Die Kosten zur Verstärkung von Dämmen und dergleichen zum Schutz von 27 Häusern betragen für Purkersdorf etwa 1,5 Millionen ?, wobei aber Bund und Land wesentliche Anteile übernehmen. Kosten für den Schutz der 66 Häuser sind nicht angegeben

Jedenfalls sollte der Hochwasserschutz Vorrang haben, und die Umsetzung der Maßnahmen schnell von der Gemeinde eingeleitet werden.

Die Gefahrenzonenplanung für den Wienfluss liegt auf der Gemeinde auf, und kann eingesehen werden.

Ein Kommentar zu „66 Häuser bei Hochwasser in Purkersdorf gefährdet

  1. Lieber Clemens! Dein Hinweis ist wichtig und gar nicht so leicht zu klären: Ich hab mir jetzt auch die von dir genannten HORA-Berechnungen für Purkersdorf angesehen (Ich hab dazu auf PUON auch einmal was geschreiben).Die HORA-Berechnungen mit der Annahme eines Totalversagen der Schutzmaßnahmen sind schon früher gemacht worden, und dürften auch grober sein. Und aus Sicht der jetzt vorliegenden genauen Gefahrenzonenplanung sind diese offensichtlich viel höher ausgefallen. Der Unterschied dürfte auch darin liegen, dass bei HORA Schutzbauten angenommen werden,die eben dann versagen. In der vorliegenden Gefahrenzonenplanung gibt es zwar Hinweise auf "Restrisiken": es wird aber (Seite 13) geschrieben, dass nicht klar erkennbar ist, was als Hochwasserschutzbau an der Wien zu definieren ist, und daher wird dann das "Restrisiko" mit den Uberflutungsflächen beim HQ300 gleichgesetzt.Jedenfalls kommt Hora zu viel höheren Gefährdungszahlen. Möglicherweise wurde bei HORA auch noch das Versagen des Damms beim Wienerwaldsee angenommen. Das Ganze genauer zu klären, wäre eventuell eine Expertenrunde wert.

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