Purkersdorf: Baustopp für Wende nutzen

Überraschender Baustopp in Purkersdorf – Hinhaltender Widerstand gegen Bauten an falschen Stellen erfolgreich – Steter Tropfen höhlte den Stein – Warten die Baulöwen nur wieder bis zur nächsten Wahl? – Gefahrenzonenplanung nun stärker berücksichtigen – Zeit für sozialökologische Wende nutzen – für sozialen Wohnbau

Auf der letzten Gemeinderatssitzung in Purkersdorf wurde ein auf zwei Jahre befristeter Baustopp beschlossen, für Gebäude außer Ein- und Zweifamilienhäuser. Die (der) gelernte Purkersdofer(in) frägt sich: Wie das? Nachdem zuhauf großvolumige Bauten an ungeeigneten Stellen platziert wurden. Nachdem im Zweifel die Gemeinde meist für die Baulöwen Partei ergriff und auch Ermessensspielräume nicht ausnutzte. Nachdem man Bürger(innen), die das nicht goutierten, ziemlich anrennen ließ.

Hoffentlich ist es nicht so wie vor der letzten Wahl, wo ebenfalls durch so einen Baustopp Wellen vermieden wurden, und nach der Wahl dann es eher schlechter wurde.
Auf jeden Fall dürfte sich der schwierige, aber hinhaltende Widerstand gegen Bauten an falschen Stellen aber doch ausgezahlt haben. Besorgte Bürgerinnen und Bürger haben nun ein Forum „Bauen und Umwelt“ in Purkersdorf gegründet, und werden sich verstärkt in die Diskussion um eine positive Wende einbringen. Denn es würde ja für die Bürgerinnen und Bürger keinen Sinn machen, wenn nach der Wahl in zwei Jahren der Baustopp aufgehoben wird, und dann die Baulöwen ihren Rückstau aufholen.

Auch die Gefahrenzonenplanung muss nun an allen Bächen stärker berücksichtigt werden. Es wird um ökologisches Bauen mit minimalen Verkehrs- und Energiefolgekosten gehen, aber auch um soziales Bauen; das heiß aber auch dass an zentralen Stellen verdichtet gebaut werden können soll. Nirgends mehr bauen zu lassen, ist einerseits sowieso rechtlich nicht möglich, wäre aber auch nicht sinnvoll, weil dann die Preise für Wohnen durch Knappheit besonders steigen würden.

Die Chancen so nutzen, wäre die beste Vorsorge hinsichtlich des Klimawandels