Purkersdorf: Aktion für weniger Verletzte auf der Kreuzung Hellbrücke-Tullnerbachstraße

Auch zuletzt wieder Verletzte in einem Verkehrs-Nadelöhr. Kinder besonders gefährdet – Für Verkehrszählung und Verkehrsverhandlung. Lösungsmöglichkeiten: Reduktion von 60 km/h auf 50 km/h vom Kreuzungsbereich Richtung Wien – Andere Ampelschaltungen – Durchlass bei Hellbrücke nur mehr als Einbahn

Die Kreuzung Hellbrücke – Tullnerbachstraße – Kaiser-Josef-Straße ist ein Nadelöhr und ein neuralgischer Punkt in Purkersdorf.
Faktum ist, dass dort immer wieder Verkehrsunfälle – auch mit Verletzten – auftreten. Neue Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit sind daher angebracht. Zuletzt passierte im März ein Unfall, durch den in beiden beteiligten Autos auch Kinder wieder verletzt wurden.

Siehe: http://www.noen.at/redaktion/n-pur/article.asp?Text=260134&cat=337

Auf Puon gab es dazu auch eine Diskussion über die Rettungsmaßnehmen dabei: http://www.purkersdorf-online.at/komm/_d.php/02260. Doch das ist wieder eine andere Sache.

Eine besondere Facette in diesem Bereich ist, dass Fußgänger und auch Radfahrer hier ziemlich zu kurz kommen. Fußgänger, die von dieser Kreuzung durch den Durchgang bei der Hellbrücke gehen wollen, haben es vor allem bei Regen nicht leicht, denn im engen Durchgang werden sie leicht angespritzt. Für Kinder ist die Situation durch die Enge dort nicht ungefährlich. Dazu kommt, dass die dort verkehrenden Busse beim Ausschwenken immer wieder Probleme haben.
Vor Jahren bemühte sich Stadtrat Liehr um Lösungen bei dieser Durchfahrt, als die Brücke insgesamt erneuert wurde. Die Kostenberechnungen für eine Verbreiterung der Durchfahrt waren aber so enorm, dass davon Abstand genommen wurde.

Faktum ist auch, dass die Bevölkerung in diesem Bereich deutlich zugenommen hat und der Verkehr insgesamt laufend mehr wird.

Was ist zu tun: Vorschläge
v Zunächst sind neue Beurteilungsunterlagen in Form von Verkehrszählungen zu schaffen. Daher soll hiermit bei der BH eine Verkehrsverhandlung beantragt werden. Zur Vorbereitung dieser Verhandlung sollen eben Zählungen durchgeführt werden. Weitere konkrete Lösungen wären:
v Reduktion von 60 km/h auf 50 km/h vom Kreuzungsbereich Richtung Wien
v Andere Ampelschaltungen
v Durchlass bei Hellbrücke nur mehr als Einbahn, d.h., kein Einbiegen von der Kreuzung her mehr möglich, außer für Busse.

Was noch?

Für die gesamte Kaiser-Josef-Straße gibt es seit Jahren Bestrebungen zur Verkehrsberuhigung, die auch teilweise erfreulicherweise umgesetzt wurden: Unter Stadträtin Schmidl existiert eine Arbeitsgruppe, die hier weitere Maßnahmen vorbereitet und hier wird der gesamte Bereich der Kreuzung und des Durchlasses direkt auch sinnvoll einbezogen werden können.

Schließlich wäre eine Bürgerversammlung dazu durchaus angemessen, um alle für eine neue Gesamtlösung zu berücksichtigenden Gesichtspunkte zu sammeln und zu gewichten. Ersuche um Stellungsnahmen.

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Anlass für diese Initiative war ein Schreiben von Herrn Blaschke – ich muss zugeben: schon vor dem letzten Verkehrsunfall:

Hallo Hr. Baum,
 
Nachdem auf der Kreuzung Kaiser Josefstr – Tullnerbachstr. immer wieder schwere Unfälle passieren – vor allem mit Fußgängern (auch ich wäre jetzt einmal beinahe das Verkehrsunfallopfer geworden – bin mir nicht sicher, ob ein Kind aus der Situation heil herausgekommen wäre – ein Sprung zur Seite hat meine Gesundheit gerettet) – möchte ich Sie auf diese Gefahr hinweisen und ersuchen, Einfluss auf die Verantwortlichen zu nehmen, um die Kreuzung ein wenig sicherer zu gestalten. Vor allem einige Schüler aus den Wohnblocks queren hier die Kreuzung, sodaß ich denke, daß man hier über eine Verbesserung der Situation speziell für Fußgänger nachdenke sollte.
 
Ein Vorschlag wäre – der nahezu nichts kostet, daß man die Ampelphase für Fußgänger z.B. 5 Sekunden früher auf Grün schaltet, bevor der Verkehr aus der Kaiser Josefstraße grün bekommt (wenn man jetzt von unserem Haus die Tullnerbachstr. quert). So hat der Fußgänger schon etwas „Vorsprung“ und befindet sich schon auf der Gegenfahrbahn, sodaß die Gefährdung sinkt.
 
Es gibt auch Ampelschaltungen, wo alle Fußgänger grün haben und der Straßenverkehr komplett steht (was bei der Ampel m.E. aber eher schwierig wird – vor allem müßte man dann eine Fußgänger Ampel -ähnlich wie beim Bad einrichten – also mit Drückknopf).
 
Auch der Übergang dann vom Tunnel zur Bushaltestelle Hellbrücke ist nicht ganz ungefährlich. Vielleicht gibt es ja da auch eine Möglichkeit das zu entschärfen (z.B. durch eine Schwelle, damit die Tempo 30 auch eingehalten werden, die an sich vorgeschrieben sind).
 
Ich ersuche um Antwort, ob sich da was machen läßt
 
Danke
MfG
Herbert Blaschek.

Ein Kommentar zu „Purkersdorf: Aktion für weniger Verletzte auf der Kreuzung Hellbrücke-Tullnerbachstraße

  1. Maßnahmen um an dieser Kreuzung die Unfallhäufigkeit zu reduzieren, wären sehr begrüßenswert. Erst letztes Jahr ist ein Motorradfahrer genau an dieser Stelle tödlich verunglückt…

    Liebe Grüße,

    Clemens Liehr!

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