Purkersdorf: Hangrutschung bei Immorent-Bau

Trotz Warnungen bei Immorent-Bau Hang mit Wasserführung abgegraben. Nun: Hangrutschung: Zaun und 20 Zypressen weg. Beeinträchtigten hohe Renditeerwartungen den Hausverstand? Aber auch ein gute Botschaft?.

Immorent baut bekanntlich einen fragwürdigen Wohnkomplex an unpassender feuchter und schattiger Stelle in einen steilen Hang mit Wasserquellen in Deutschwald. Immorent baut auch in der Wintergasse, auf dem ehemaligen Findeis-Grundstück. Grundsätzlich ist der Bau dort ziemlich zentral gelegen, und daher auch an sich ok. Allerdings dürfte das Bauen auf Teufel komm raus nach dem Motto des neuen Chefs von Immorent – Immobilen sollen sich ordentlich rentieren, der Umgebung nicht gut bekommen.

Auch in der Wintergasse wird ein steiler Hang mit Wasserführung abgegraben. Und dort hat nun eine Baufirma im Auftrag der Immorent entgegen Warnungen so scharf abgegraben, dass es zu einer Hangrutschung gekommen ist.

Dienstag Früh wurde bemerkt – wie mir mitgeteilt wurde – , daß „auf einer Länge von ca. 6 m ein Zaun sowie ungefähr 20 Zypressen weg waren, sprich abgerutscht waren. Am Abend waren es bereits 8m und weitere 10 Zypressen – Tendenz weiter „fallend“?.“

Merkwürdig, dass da Baubehörden vorher nichts daran gefunden haben. Sind vielleicht gute Beziehungen dabei nicht hinderlich gewesen?

 

Nebenbei: In den letzten Jahren haben in ganz Österreich Rutschungen deutlich zugenommen, meist kleinerer Art. Die Sache in Gmunden ist nur bekannter. Der Grund dafür liegt allgemein in veränderten Wasserläufen, und das hängt wieder mit dem Klimawandel zusammen.

In der Wintergasse ist erfreulicherweise „nur“ der Mangel beim Einsatz des Hausverstands infolge hoher Renditeerwartungen anzutreffen. Und das ist eine gute Botschaft. Denn das ist zu ändern.
Die Änderungen durch den Klimawandel sind für die nächste Zeit leider nicht zu ändern, sondern Umkehrmaßnahmen werden sich erst bei den kommenden Generationen auswirken.

2 Kommentare zu „Purkersdorf: Hangrutschung bei Immorent-Bau

  1. Hangrutschung in der Wintergasse wundert mich nicht – dort wurde der Hang ja massiv abgegraben! Welche Probleme solche Einschnitte in wasserführende Hänge verursachen, kann man seit Jahren beim angegrabenen Hang bei der Einfahrt der Bahn in die Weichenhalle Hadersdorf (Bungalow-Siedlung!) beobachten. Dieser Hang muss immer wieder mit Seilankern gesichert und durch Bohrungen entwässert werden. Da hat die ÖBB seit langem "Ärger". Wo sind die geologischen Gutachter? Und wo das Verantwortungsbewusstsein der Verantwortlichen (Bauaufsicht)! Man muss nur mit offenen Augen durchs Leben gehen – dann ist man von einer Rutschung nicht überrascht … 🙂

    Sarkasmus ein: Hänge abgraben, die Hänge rutschen in die gegrabenen "Löcher" – und schon hat man weniger Berge und mehr Siedlungsraum! 🙂 Purkersdorf auf dem besten Weg zur 50.000-Einwohner Stadt 🙂

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  2. Wer einen solchen Riesenbau wie hier in Deutschwald auf ein schattiges, extrem steiles Hangstück baut hat entweder nicht alle Tassen im Schrank oder will sich durch überzogene Mieten seinen Hintern vergolden. Es ist zu befürchten, dass in diesem Fall beides zutrifft. Der gesunde Menschenverstand hat sich in der Baupolitik Purkersdorfs längst in Nichts aufgelöst. Schade – so ein Juwel an Natur zustört man nur einmal.

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