Glanzstoff: Verschärfung der Situation

Ernste Lage durch Interpretation der Stadt St. Pölten, dass sie nämlich verpflichtet wäre, das Werk in etwa 3 Wochen weitgehend schließen zu lassen.Bzw. dadurch, dass derKapitaleigner verleitet sein könnte, die Produktion nun ganz schnell komplett einzustellen

Mit Bekanntwerden eines Bescheids in der 2. Instanz zur Zulässigkeit von
Grenzwerten nach dem Brand ist eine ernste Situation entstanden. Nicht so
sehr wegen des Bescheids an sich, sondern wegen der möglichen Interpretation
durch die Stadt St. Pölten, dass sie nämlich verpflichtet wäre, das Werk in
etwa 3 Wochen weitgehend schließen zu lassen. Bzw. dadurch, dass der
Kapitaleigner verleitet sein könnte, die Produktion nun schnell einzustellen
(statt bisher geplant zu Jahresende). Morgen oder übermorgen wird sich
abzeichnen, ob vom Unternehmen ein Rechtsmittel bei einem Obersten Gericht
eingelegt wird, und ob dieses „aufschiebende Wirkung“ hat.

Sollte der Fall eintreten, dass tatsächlich nun innerhalb von Wochen die
Produktion eingestellt werden sollte, so ist Feuer am Dach, denn dann wäre
die Zerstörung der Firmenwerte und der Arbeitsplätze fast vollendet.

Für diesen Fall wird es in der Villa (neben der Glanzstoff,
Herzogenburgerstr.69) am Donnerstag, den 14.8 ein Treffen um 16.45 h der
Plattform „Pro Glanzstoff“ geben. Denn dann geht es um Sein oder Nichtsein
und einfach darum, was noch zum Schutz des Betriebs gemacht werden kann.
Die Infos dazu müsste Donnerstag Vormittag verteilt
werden.

Das nächste „reguläre“ Treffen der Plattform „Pro Glanzstoff“ findet
übrigens am Dienstag, den 19.8 um 17.00 h in der Villa statt.

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Die überparteiliche Plattform „Pro Glanzstoff“ möchte grundsätzlich alle zu
konstruktiven Handlungen bewegen. Angesichts der gestrigen und heutigen
Entwicklungen möchte ich einen Kommentar abgeben; denn diverse Aussendungen
heben nicht die Motivation der Belegschaft:

Wenn es in einer jüngsten Aussendung der Stadt St. Pölten heißt: „Der
Unabhängige Verwaltungssenat im Bundesland Niederösterreich (UVS) hat heute
alle Bemühungen zunichte gemacht, den Standort der Glanzstoff zu retten.“
(siehe Beilage) , so muss gesagt werden, dass das so nicht zutreffend, und
auch nicht hilfreich ist. Denn die Juristenmeinungen gehen da – wie so
oft – auseinander. Die Stadt st. Pölten hat sich sicher nach Kräften bemüht
gehabt; aber statt diese Aussendung zu machen wäre es besser gewesen, die
Energie in die Suche nach juristischen Übergangslösungen zu leiten.
Noch weniger hilfreich ist die erneute Schuldzuweisung von ÖVPler in einem
niveaulosen Stil (siehe unten), statt dass selbst was Konstruktives
unternommen wird.

Zur Dokumentation die letzte ÖVP-Aussendung (unten)

Mo, 11.Aug 2008
Karner: Typisch Partei-Bonze Heinzl – Verrat an Arbeitern um Stadler
zu decken
Heinzl, Leitner und Stadler haben Glanzstoff-Arbeitsplätze auf dem Gewissen

St. Pölten (NÖI) – „Typisch Partei-Bonze deckt Heinzl lieber
seinen unfähigen Parteikollegen und St. Pöltner Bürgermeister Stadler
und begeht damit Verrat an den Arbeiterinnen und Arbeitern der
Glanzstoff. Die Wahrheit ist, und das stellt auch der unabhängige
Verwaltungssenat fest, dass es seitens der St. Pöltner Stadtführung
hier massive Verfahrensmängel gegeben hat. Heinzl, Leitner und
Stadler haben Hunderte Arbeitsplätze auf dem Gewissen. Das ist wieder
einmal der Beweis dafür, dass die SP-NÖ sich längst von den Anliegen
und Interessen der Arbeiter verabschiedet hat“, sagt
VP-Landesgeschäftsführer LAbg. Mag. Gerhard Karner zu heutigen
Aussagen von SP-Heinzl zur Glanzstoff.