Bilanzen zeigen riesige Werte:Schließung wäre gigantische Vernichtungsaktion

Die kurzfristige Einstellung der Produktion dürfte abgewendet sein, Luft ist gewonnen…

Glanzstoff ist kein Konkurskandidat – Schließung wäre riesige Vernichtungsaktion – Rückgabe an öffentliche Hand logisch

Die kurzfristige Einstellung der Produktion innerhalb weniger Wochen, die vorige Woche auf einmal durch einen neuen Bescheid bzw. seine Interpretation durch die Gemeinde St. Pölten im Bereich des Möglichen stand, ist erfreulicherweise jetzt offenbar wieder weniger wahrscheinlich. Das Unternehmen plant offenbar die Produktion bis Jahresende weiterzuführen und wird den Bescheid beeinspruchen wird, wobei „aufschiebende Wirkung“ angenommen wird, und so auch noch „Luft“ für eine wirkliche Rettung da ist.

Nächstes Treffen der Plattform „Pro Glanzstoff“ Dienstag, den 19.8 um 17.00 h
in der „Villa“ (neben der Glanzstoff, Herzogenburgerstr.69)
Es wird vor allem um die Verbreiterung der Solidarität und um die Vorbereitung von konkreten Aktionen in der Öffentlichkeit, etwa der Übergabe von Unterschriftenlisten gehen. Alle konkreten Hilfestellungen und Unterstützungen sind willkommen.
Es geht um eine KONSTRUKTIVE Arbeit gegen die geplante Vernichtung von riesigen örtlich gebundenen Werten und Arbeitsplätzen durch einen Kapitaleigner.

Glanzstoff ist kein Konkurskandidat

Ich habe mich etwas mit den Glanzstoffbilanzen beschäftigt:
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Glanzstoff durchaus im Rahmen der üblichen Bandbreite Gewinne gemacht hat, und auch nach offiziellen Unterlagen sicher kein Konkurskandidat ist. Wichtig ist auch noch, dass das Eigenkapital des Unternehmen laut Bilanz beachtliche 61 Mio ? beträgt. Und das ist nur ein Buchwert; d.h. der Marktwert oder Wiederbeschaffungswert ist sicher mindestens um 50 % höher, aber wahrscheinlich viel mehr.

Schließung wäre riesige Vernichtungsaktion

Diese Werte, die ursprünglich dem jetzigen Kapitaleigner 1994 aus einem Konkurs bekanntlich geschenkt wurden, würden durch die Werkschließung der Region verloren gehen. Durch die Werkschließung wird ein großer Teil der fix gebundenen Anlagen vernichtet, ein Teil der Anlagen würde wohl auch an andere Standorte verlegt werden – nicht zu reden von den Folgen für hunderte Familien.

Rückgabe an öffentliche Hand logisch

Durch breite öffentliche Aktionen soll der Kapitaleigner zur Fortführung des einträglichen Werk ermutigt und motiviert werden. Wenn der Kapitaleigner keine Lust mehr an der Fortführung hat, und den Brand und Umweltnormen dafür zum Vorwand nimmt, dann scheint es gerechtfertigt, wenn er die ihm von der öffentlichen Hand geschenkten Werte wieder der öffentlichen Hand zurückgibt, diese einen anderen Käufer sucht, oder es selbst weiterführt.