Vor 160 Jahren: Habsburger erstickten Wiener Revolution

Gestern vor 160 Jahren haben die Habsburger und ihre militaristischen Helfer die Wiener demokratische Revolution mit brutaler Gewalt im Blut tausender Toter erstickt. Damals hatte es ein kurze Periode der Freiheit gegeben, damals hatte ein Johann Strauss noch einen Revolutionswalzer komponiert.

Johann Nestroy hat sein einziges Werk ohne Zensur geschrieben: „Freiheit in Krähwinkel“. Österreich hat sich lange und zum Teil bis heute nicht von der dann wieder voll zur Geltung gekommenen Untertanenmentalität befreit. Zukurzgekommene sehen bis heute in Politikern Heroen, die ihnen die Hand fest schütteln und den Eindruck erwecken FÜR UND STATT IHNEN was zu machen.

Was wäre aus Österreich geworden, wenn die Freiheitskämpfer damals nicht unterlegen wären? Revolutionäre in ganz Europa hatten ihre Hoffnung auf die anfängliche Erfolge in Wien gesetzt. Leo Blum war als Abgesandter der deutschen Nationalversammlung extra zur Hilfe nach Wien gekommen. Er wurde trotz „Immunität“ von den habsburger-Schergen hingerichtet wie andere auch.

Heute nach so viel Jahren haben wir viele Erfahrungen, und es wäre doch eigenartig, wenn es nicht gelingen sollte einer wiedererstarkten Rechten den Wind aus den Segeln zu nehmen: Nicht das Hinhacken auf noch schwächere, sondern das solidarische Vorgehen gegen die Profiteure der Krise; nicht Rückschritte in Führer- und Untertanenmentalität, in Vorurteile und Dünkel, sondern ein Vorwärts zu mehr Demokratie und Mitbestimmung, Solidarität sind das Vermächtnis der vor 160 Jahren für die Zukunft Kämpfenden.