Einkaufzentren an den Rand – Wann ist Schluss mit den Wucherungen?

Die Shopping Cities werden trotz aller gegenteiliger Beteuerungen weiter ausgewuchert. Sie graben den kleinen Geschäften in den Ortszentren das Wasser ab (die Kaufkraft bleibt ja dieselbe), vermehren den Autoverkehr und so die Umweltschadstoffe. Im Bereich der Shopping City in Tulln gibt es allmorgendlich richtige Staus.

Vor noch nicht allzu langer Zeit herrschte dort noch ländliche Idylle. Wann wird der Wucherungswahn der unproduktiven Einkaufszentren gestoppt? Gleichzeitig realisiert Tulln im Zentrum Rieseninvestitionen wie Tiefgaragen um das Zentrum gegen diese Shopping City zu wappnen. Irgendwie jenseitig.
Im folgenden eine aktuelle APA-OTS-Aussendung einiger AnrainerInnen zur Verlegung und Vergrößerung eines Sparmarkts aus dem Zentrum von Langenrohr Richtung Rand bzw. Richtung Einkaufzentrum. Hier wiederholt sich für den Ort Langenrohr im kleinen, was für tulln im großen gemacht wurde.
Mi, 29.Okt 2008 8.48 h
SPAR AG setzt sich über Bauordnung hinweg – David gegen Goliath =

Langenrohr (OTS) – Die SPAR AG plant in Langenrohr bei Tulln einen
Einkaufsmarkt.
Die Bauarbeiten werden am 27.10.2008 trotz nicht rechtskräftiger
Genehmigungen begonnen.
Skurrile Dinge passieren, die den Anrainern Angst machen.

Die SPAR AG verspricht den Anrainern kleine Geschenke wie z.B. ein
paar m2 Grund oder einen Privatparkplatz auf SPAR Gelände, oder auch
eine Zufahrt über das SPAR-Gelände, wenn im Gegenzug keine Einwände
gegen das Bauvorhaben gemacht werden.

Eine tickende Umweltbombe wie z.B. ein offensichtlich undichter
Öltank wird ignoriert.
Die Einwände eines Anrainers scheinen im Bescheid gar nicht auf.

Der Gewerbebescheid wird trotz massiver Anrainerproteste bereits
einen Tag nach der Verhandlung erlassen, jedoch erst nach Urgenz der
Anrainer und Beschwerdeführer nach drei Monaten zugestellt.

Die Anrainerbedenken in Bezug auf die zu erwartende
Lärmbelästigung werden mit einem sehr oberflächlich erstellten
schalltechnischen Gutachten, welches nicht von einem Zivilingenieur
erstellt wurde, vom Tisch gefegt.

Hier bahnt sich offensichtlich eine Auseinandersetzung ala „David
gegen Goliath“ an.

Die Bau- und Gewerbebehörde wurden am 28.10.2008 um 15`40 per
e-mail über den illegalen Baubeginn informiert.

Es ist nun abzuwarten wie schnell die Behörden reagieren oder ob
es überhaupt zu einem Kniefall vor einem Großkonzern kommt.

Rückfragehinweis:
Karl Hufnagl
mailto: office@kmh.at