Warum in Pressbaum etwas möglich ist und in Purkersdorf nicht

In Pressbaum steht seit kurzem Niederösterreichs größter (fast-)Passivhaus-Kindergarten, der noch dazu umweltfreundlich beheizt wird. Und kostengünstig ist er auch. Sowas hätte auch in Purkersdorf sein können….

Wäre es nach den ersten Plänen der Firma Immorent in Pressbaum gegangen, wäre der Kindergarten in den Anschaffungskosten teurer geworden Durch die schlechtere (also höhere) Energiekennzahl wären auch die laufenden Kosten höher ausgefallen. In diesem Konzept wäre ein Kindergarten mit einer Energiekennzahl von 60 (kwh/m2/a) mit einer klimaschädlichen Erdgas-Heizung entstanden. Die Folgen wären nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das angeschlagene Gemeindebudget fatal gewesen.

Der Baumeister, die Energieberaterin Ing.in Katharina Passecker, Grün-Gemeinderat Michael Sigmund und Grün-Vizebürgermeister Peter Samec engagierten sich in dieser Sache. So gelang es, die Energiekennzahl auf Fast-Passivhausqualität zu verbessern und die Erdgas-Heizung schon in der Planungsphase gegen eine Pelletsheizung auszutauschen. Ein weiterer Pluspunkt dieses Kindergartens ist eine immer gleichbleibend hohe Luftqualität durch den Einsatz einer kontrollierten Raumlüftung.

Warum: Macht der Argumente statt Argumente der Macht

Auch in Purkersdorf lagen die Dinge ähnlich. Auf einem ungünstigen Standort (nicht zentral) hat die WIPUR Heizungen von vorgestern vorgeschlagen. LIB&Grüne engagierten sich mit Nachdruck ähnlich wie in Pressbaum. Verbesserungen wurden erreicht, aber die Eckpunkte blieben. Warum? Gelten in Pressbaum andere Bedingungen? Wohl kaum. Es ist ganz einfach: In Purkersdorf dominieren einfach die Argumente der Macht. In Pressbaum gibt es keine absolute Mehrheit, keine absolute Selbstherrlichkeit; da zählt die Macht der Argumente.

Infos siehe auch: http://www.oekonews.at

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1034156