140 Projektideen für Purkersdorf ? gratis

Es ist schön in dieser Zeit über Gutes zu berichten. Gestern waren die Arbeiten von StudentInnen fertig, die im Rahmen in ihres Planungsstudiums für die mögliche Verbauung des früheren Verschubareals um den Bahnhof Unterpurkersdorf Projektideen und ihre Ausarbeitung ausstellten.

Wie schon mehrmals hier berichtet konnten die nach Ankündigungen des Bürgermeisters drohenden Pläne auf großflächige Verbauung in Unterpurkersdorf unter der Dominanz von Banken und Makler durch Widerstand ins Positive gewendet werden. Nun wurde die bei einer Veranstaltung von „Liste Baum und Grüne“ von Prof. Raith vorgeschlagene Idee verwirklicht und im Rahmen der Technischen Universität eine breitangelegte Lehrveranstaltung durchgeführt.

Zur Ankündigung der Veranstaltung:
http://www.purkersdorf-online.at/politik/stadtentw/unter/praesentation.php

Letzter Rückblick: Von LIB& Grüne angeregte Ideenfindung für Bahnhofareal Unter-Purkersdorf läuft jetzt auf Hochtouren:
http://www.purkersdorf-online.at/politik/stadtentw/unter/studenten.php

Die Arbeiten beispielsweise: „Sport an der Bahn“, „Sozialpurkersdorf“, Hochhäuser, ein richtig großer neuer Stadtteil, futuristische Architektur (die uns international bekannt machen soll), Überdachung der Bahn und eine neue Eben auf Höhe der Wintergasse, ein Park mit einzelnen Häusern, eine Fachhochschule, „Radstadt“, immer wieder Hotels, Verbindungen zum Hauptplatz, eine Häuserzeile an einer Lagune, Solararchitektur usw.

Die Schwerpunkte der Beurteilung waren naturgemäß bei den Leuten aus Purkersdorf etwas anders gelagert als bei den Betreuerinnen.
Die Verkehrslösungen waren nicht immer ersichtlich; zu wenig klar ist meines Erachtens, dass dieses Areal in Zukunft wieder auch für den Umschlag des Gütertransport gebraucht werden wird. In der Nachölzeit wird die Bahn das Rückgrat des Gütertransports sein und von der Bahnweg wird es (wieder) Verteilerknoten geben Und wo wenn nicht dort, wo seit über 100 Jahren eine Transportverteilerfläche war, sollte das in Purkersdorf sonst geschehen? Auch wenn die Bahnplaner das noch nicht richtig erkannt haben.

Für die StudentInnen war das ein wichtiger Teil ihres Studiums. Die Arbeit zählte nicht weniger als für 8 Wochenstunden, und nicht wenige müssen das wiederholen. die Beurteilungen waren für meinen Geschmack eher streng, und es gab eine Menge nicht genügend. Ich kann jedenfalls auch oft in eventuell schlecht ausgeführten Arbeiten gute Ideen entdecken.
Prof. Raith meinte jedenfalls, dass die schwierigen Bedingungen dies zum schwersten Projekt seit langem gemacht hätten.
Für Purkersdorf sind alle diese Arbeiten ein Schatz, der noch gehoben werden könnte. die Pläne, Plakate und Modelle sind zwar nun wieder entfernt, aber im wesentlichen auf 14 CDs abgespeichert: wenn irgendwann der Zeitpunkt der Verwirklichung eines größeren Projekt in Unterpurkersdorf anstehen sollte, und die Gemeindemehrheit aufgeschlossen für gute Lösungen ist, dann kann darauf zurückgegriffen werden.

An alle Studis jedenfalls: vielen, vielen Dank, auch wenn ihr es schwierig gehabt habt!!!!
In der Wirtschaft ist es so, dass in einer Firma oft 100 Ideen sind, davon werden vielleicht 15 genauer geprüft und weiterentwickelt, aus drei wird dann ein Produkt und mit einem davon hat eine Firma dann Erfolg; DEN Erfolg; leider weiß aber niemand im vornhinein, welche Idee den Erfolg haben wird.

Prof. Raith hat nun schon zum dritten Male wesentliches für Purkersdorf (zum Fast-Nulltarif) auf Initiative oder Vermittlung von Liste Baum (und Grüne)= gemacht. vor etwa 15 jahren beurteilte er die Verbauung des Sanatoriumparks im Gesamtzusammenhang. dies wurde aber von den Gemeindeoberen damals ignoriert. Vor einigen Jahren machte er mit Stadtrat DI Liehr eine ähnliche Lehrveranstaltung wie jetzt zur Frage Zentrum Purkersdorf. Daraus ging dann zumindest eine Arbeit hervor, die fast einer Verwirklichung zugeführt worden wäre. Inzwischen als die Autorität im Städtebau in Österreich war es nun diesmal ziemlich schnell der Bürgermeister, der sich erfreulicherweise selbst einklinkte.

Die Ausstellung findet nun voraussichtlich ab 13. März im Stadtsaal statt.