Bad News: Abgänge in der NÖ-Landesregierung

 Der Abgang von Umwelt- und Agrar-Landesrat Plank ist äußerst bedauernswert. Er war ein Lichtblick, und es kommt kaum was Besseres nach. Die Lücke, die Wirtschaftslandesrat und Landeshauptmannstellvertreter Gabmann dagegen in der Landesregierung hinterlässt, wird ihn voll ersetzen.

Wirtschaftslandesrat und Landeshauptmannstellvertreter Gabmann geht nach langen Diensten als straffer Parteisoldat offenbar ins gutbestallte Ausgedinge in den Flughafenvorstand. Dass gerade er laut Pröll optimal das „Anforderungsprofil“ für den Flughafenvorstand erfüllt und deswegen geht, ist wahrscheinlich nur ein seltener Zufall. Es würde ja heißen, dass die große ÖVP-NÖ kaum andere Personen für wirtschaftliche Positionen hätte.

Dies erlaubt Pröll nun wahrscheinlich seine Nachfolge am Hof zu regeln.

Der Abgang von Umwelt- und Agrar-Landesrat Plank ist äußerst bedauernswert. Er war sowohl persönlich wie inhaltlich diejenige Persönlichkeit, die innerhalb der ÖVP-Landesregierungsmitglieder im Rahmen des Möglichen positiv auffiel und ein Lichtblick war. Und zwar mit Abstand. Wahrscheinlich ist das auch genau der wahre Grund für seinen Abgang. Er wäre von seinem Potential her ein Nachfolger für Pröll gewesen. Er hat sich für viele ökosoziale Maßnahmen auch auf Bundesebene eingesetzt – wenn auch oft erfolglos.
Er hatte sich aber nicht oder kaum an den Brachialmaßnahmen und Ausfällen gegenüber SPÖ-Landesräten und diversen anderen beteiligt. Diese werden vom Landessekretär Karner als Einpeitscher, aber offenbar mit Billigung von ganz oben täglich gesetzt. Karner kommt nicht nur aus der Heimatgemeinde von Dollfuß, auch seine Politikmethoden können Assoziationen an den Austrofaschismus aufkommen lassen. Es ist zu befürchten, dass Leute wie er, die auch aus dem berüchtigten Stab des früheren Innenministers Strasser kommen, und dort eine knallharte Personalpolitik gemacht haben, nun aufsteigen.