Purkersdorf: Wozu eine teure Brücke zwischen Wintergasse und Bahnhofstraße?

Schon seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, ob die Sackgasse Wintergasse hin zur Wienerstraße angebunden werde soll. Bisher scheiterten alle Projekte an astronomischen Kosten.

Aber es spricht auch viel dafür, dass dies überhaupt die Verkehrsprobleme in der Wintergassse letztlich verschärfen würde, weil Verkehr noch angezogen wird

Statt sündteurem Brückenbau lieber umweltfreundliche Verkehrslösungen

Der Bürgermeister schrieb kürzlich im Amtsblatt, dass er noch heuer nach einer Planung und Kostenschätzung für eine „Straßenanbindung zwischen Bahnhofstraße und Wintergasse“ Verhandlungen haben wird. Dies ist mehrfach überraschend:
· Erstens gibt es dazu keine Ermächtigung durch den Gemeinderat.
· Zweitens hat sich die ÖBB bis dato nicht festgelegt, wo in Zukunft wirklich die Geleise laufen; und ein Projekt wäre daher reichlich diffus
· Drittens würde das jegliche zukünftige Bebauung der freiwerdenden Gründe am Bahnhof Unterpurkersdorf einschränken, wenn mittendurch eine große Brücke führt; und macht natürlich die hochgelobten und prämierten Arbeiten der TU Bahnschranken zu Makulatur.
· Viertens schreibt der Bürgermeister ernsthaft davon, dass die Gemeinde bei dieser Straßenquerung mitzahlen wird. Dies würde riesige Geldmittel erfordern und binden;
· Umweltfreundliche Lösungen zur Entlastung des Verkehr in der Wintergasse/Herrengasse wären dagegen wesentlich sinnvoller. Wenn der Bürgermeister seinen Sager mit der Energieautarkie ernst nimmt, brauchen wir solche Lösungen auch unbedingt.

Was eine Brücke über die Bahn bedeutet, und dass man da keine steilen, sondern lange Abfahrten braucht, kann übrigens derzeit bei Klosterneuburg beobachtet werden.

Immerhin lässt der Bürgermeister von seiner früheren fixen, aber leicht skurrilen Idee eines Schrankens über die Westbahn im Bereich Unterpurkersdorf nichts mehr verlauten.
Immerhin sehr positiv ist, dass die meisten Planentwürfe keine Straßenverbindung vorsehen. Auch das Modell, das mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden ist, sieht nur Fußgängerübergänge vor.
Immerhin wird der Augenblick der Bekanntgabe der Kostenschätzung einer Straßenbrücke in Unterpurkersdorf zu einem heilsamen Schock führen.