Humor im Wahlkampf

Oder: Die feine Klinge des Bundespräsidenten

Der jetzige Bundespräsident war bekanntlich zusammen mit dem Wiener Landeshauptmann 2000 wesentlich daran beteiligt, dass Karl Schlögl – wegen seiner Rechtauslegeraktivitäten – NICHT Parteivorsitzender der SPÖ wurde. In diesem Sinne ist auch bei Heinz Fischer als Mann der feinen Klinge die Würdigung Schlögls als Bürgermeister (aber eben nicht mehr) gekommen. Dass das jetzt von Schlögl im Wahlkampf verwendet wird, zeigt gewissen Humor. Das dann die Präsidentschaftskanzlei die Verwendung auf einem Plakat bedauerte, und dann Schlögl wieder alles als Missverständnis bedauern musste, multipliziert den Humor. Wollen wir hoffen, dass die anderen im Wahlkampf zitierten Belobigungen nicht auch „Missverständnisse“ gewesen sind.