Erst heute verstehe ich, warum ich 1957 zu den Großeltern zog

Irgendwann mit 3 Jahren zog ich zu meinen Großeltern; da ichsie gern hatte, war mir das recht, aber irgendwie war es komisch. Erst heute weiß ich warum.

In diesen Tagen hatte ich noch eine persönliche Erinnerung, und eine Erkenntnis: Meine Mutter ist 1957 an der Schilddrüse erkrankt – genaueres weiß sie bis heute nicht. Jedenfalls wurde sie operiert und kam einige Monate weg, ich kam mit 3 Jahren zu den Großeltern. Mein Bruder – nur ein Jahr alt – kam zu den anderen Großeltern. Irgendwie war nicht klar, ob sie wieder gesund wird, sie ist erfreulicherweise geworden. Alles war – in der Erinnerung heute – irgendwie komisch. Mein Vater war sehr ernst. Erst jetzt – nachdem ich über die Gefährdung über Schilddrüsen in Japan lese – nach Jahrzehnten komme ich auf die Vermutung – und sie wird auf vielen Internetseiten untermauert -, dass das damals mit den damaligen Atombombenversuchen zusammen hing. Ich rufe sie an, sie sagt mir: Ja damals haben etwa ein Drittel aller Frauen in der Umgebung ähnliches erfahren und wurden auch an der Schilddrüse operiert. Dass das mit den Atombombenversuchen zusammenhing, die damals direkt in der Atmosphäre gemacht wurden und erst einige Jahre später eingestellt wurden, hat ihr bis heute niemand gesagt…. Ich wundere mich auch über mich, dass ich da erst jetzt draufkomme

Immerhin haben wir das AKW Zwentendorf – in Sichtweite des Dorfes Pixendorf – verhindert, das übrigens dieselbe Siedewasserreaktortechnologie wie Fukushima hat(te). Dabei war ich mir mit meinem Vater einig, wobei das damals eher die Ausnahme war.