Über 40 Jahre persönliche Vorgeschichte zur Volksbefragung

Zugegebenermaßen hab ich einen besonderen Zugang zur jetzigen Volksbefragung: Als Jugendlicher erschien mir jede Gewalt als sinnlos (im Prinzip natrülich auch jetzt noch). An der Schule in Tulln habe ich da einen sehr gut befolgten Streik der Oberstufe gegen das Bundesheer bzw den damaligen Heeresminister (Lütgendorf) organisiert. Als Unterstützer des Volksbegehrens zur Abschaffung des Bundesheers hab ich schon mit 17 Jahren Bekanntschaft mit der Staatpolizei gemacht. Ich war dann in den 70er Jahren einer der ersten anerkannten Wehrdienstverweigerer. Ich habe das aber dann nach Chile 1973 (Putsch) rückgängig gemacht und machte den Grundwehrdienst, um einen beitrag für eine demokratische Armee zu leisten. Schließlich durfte ich nach meinem Wehrdienst aber keine Milizübungen machen, obwohl ich das Recht darauf verlangt habe.
In den 8oiger Jahren hab ich dann nach dem Grundwehrdienst „Militärarbeit“ gemacht und zu den Gründern der Vereinigung Demokratischer Soldaten Österreichs gehört. Diese Organisation konnte in Zusammenarbeit mit diversen Jugendorganisationen etliche demokratische und soziale Verbesserungen für Grundwehrdiener erreichen. So hab ich z. B. ich nach einer bewusst eingegangenen Arreststrafe beim Heer mit einer Klage beim Eur. Menschrechtsgerichthof die Abschaffung eben dieses Militärarrests in Österreich bewirkt.
(Auf der Homepage der VDSÖ ausführlicher)