Friedensnobelpreisträger muss ?glaubwürdig? bleiben, daher macht er einen ?Kurzkrieg?

So werden – wieder einmal – Kriege gemacht: Zunächst muss ein Anlass gesucht werden:

 Es gab einen Giftgaseinsatz; warum ist eigentlich gerade das die „rote Lnie“? Ist die Tötung durch Giftgas eigentlich schlimmer als eine „normale“ Tötung?

Wenn der Anlass (wer das Gas eingesetzt hat) bis heute nicht geklärt ist, wird behauptet, man könne ihn gar nicht mehr klären, weil die Hinweise schon zerstört sind.

Weil das aber nicht überzeugend ist, – auch in den USA ist die große Mehrheit gegen weitere Kriegsabenteuer – stellt sich ein Aussenminister hin und sagt, die Sache sei für die Kriegstreiber schon geklärt , ohne allerdings die Beweise vorzulegen.

Dann wird wieder gesagt, der Krieg muss geführt werden, weil der US-Präsident, – Friedensnobelpreisträger – „glaubwürdig“ bleiben muss.

Die Westernmentalität einmal ordentlich hineinschießen dringt durch. Die Frage nach dem Nachher kommt erst nachher.

Das Ganze wird durch die Floskel „Kurzkrieg“ verniedlicht. Was ist wenn US-Bomber abgeschossen werden? Dann gibt es Anlässe für Verlängerungen.

 Immerhin stellt die deutsche Regierung die Frage, was nach einem Luftkrieg sein soll.

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass ein Teil der Anti-Assad Kräfte um nichts nachstehen

Nur damit kein Missverständnis entsteht: Dass das Assad-Regime ist ähnlich verbrecherisch wie diverse Staaten im Nahen Osten, oder wie die Mächte, die mit Drohnen killen. Aber in den sehr komplexen Verhältnissen in Syrien werden weitere ausländische Interventionen schwerlich eine Besserung bringen.

 Eigentlich sehr deutlich ist, dass die US-Regierung und ein Friedensnobelpreisträger die für morgen angesetzten Gespräche für eine mehr oder weniger friedliche Lösung durch eine Syrienkonferenz abgesagt hat, auf die sich USA, Rußland usw. nach langem einmal geeinigt hatten. Das erste wäre dabei ja gewesen- und das wäre nicht ganz unrealistisch – einen Waffenstillstand zu erreichen

 Aber alles wie im Bilderbuch – wie Kriege vorbereitet werden, wie die Medien wieder einmal mitspielen.