DO, 13.2., 10:30 h Kundgebung vor Verkehrsministerium

Gegen die Bahnzerstörungen im Ybbs- und Thayatal-

Stoppt die „Bahn-Taliban

Daher :Kundgebung vor Verkehrs- und Wirtschaftsministerium

Wien, DONNERSTAG 13.2., Stubenring 1, 10:30 h

Derzeit werden sowohl im Ybbs- wie im Thayatal Bahngleise zerstört, um AUF der Bahntrasse Radwege zu errichten (und nicht entlang der Bahn, wie es sinnvoll wäre). Daher gilt es „Bahn-Taliban“ zu stoppen, die sich an Kulturgütern vergreifen, und in Zukunft noch wichtiger werdende Transportinfrastruktur zu schützen.

Im Ybbstal wurden nun letzten Freitag am Hollenbacher Bahnhof buchstäblich in einer Nacht- und Nebelaktion mutwillig Gleise auf dem verbliebenen letzten Restabschnitt der Ybbstalbahn demoliert, für den sich die dortige Gemeinde einsetzt. Siehe auch http://derstandard.at/1389859629993/Konflikt-um-die-Ybbstalbahn-droht-zu-eskalieren

 Wir bitten UnterstützerInnen aus dem Waldviertel und diesmal insbesondere auch aus der Wiener Region wenn möglich vorbei zu kommen. Der Zweck ist die Übergabe von Resolutionen an die Minister oder deren VertreterInnen und auch die Information der Medien (samt Fotos). Kundgebungsdauer ca. eine Stunde, spätestens 12 h Ende.

 Treffpunkt zur gemeinsamen Fahrt aus dem Waldviertel nach Wien: Do, 13.2. Göpfritz 6:59 h

Bitte diesen Kundgebungstermin 13.2 geeignet weiterzuverbreiten

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Aktuelle Aktivitäten des Verkehrsforum Waldviertel

 Im Rahmen des Verkehrsforum Waldviertel laufen derzeit auf verschiedenen Ebenen diverse Aktivitäten , die durch den uneigennützigen Einsatz von sehr vielen AktivistInnen möglich sind:

 Nach diversen Kundgebungen in vom LKW-Verkehr besonders betroffenen Orten und an der Grenze, sowie „Baustellenbesichtigungen“ bei den Demolierungsarbeiten sind wir derzeit dabei

· eine Kostenschätzung für eine Alternativradroute zwischen Waidhofen und Fratres entlang der Bahn abzuschließen, und

· werden einen Projektabänderungsvorschlag für das entsprechende EU-Projekt einbringen, in dessen Rahmen die Gleise derzeit im Thayatal zerstört werden, da es nicht der Zweck von EU-Geldern sein kann etwas zu zerstören und eine zukunftsfähige Infrastruktur mit einem Radweg auf der Bahn zu verbauen. Bei diesem Alternativvorschlag würden von ca 100 km der geplanten Radroute „Thayarunde“ 20 km abgeändert und es könnten Kosten eingespart werden.

· Bei der kürzlich stattgefunden ersten Bauverhandlung für den Radweg AUF der Bahn haben viele Bürgerinnen Einsprüche eingebracht und wir werden auch einen allfälligen Genehmigungsbescheid bekämpfen.

· Wir haben neue Kontakte mit tschechischen Bürgerinitiativen und offiziellen tschechischen Stellen aufgebaut, um den grenzübergreifenden zunehmenden LKW-Verkehr einzubremsen, die derzeit laufende Bahnzerstörung zu stoppen und Kurs auf den grenzübergreifenden Transport von der Straße auf die Schiene zu nehmen. Dazu findet in Slavonice am Freitag, den 21.3 eine größere Veranstaltung statt.

· Es läuft auch eine Unterschriftenaktion bei KünstlerInnen obigen Sinn, über deren Abschluss wir in Kürze berichten werden.

· Demnächst werden wir um einen Termin beim Landeshauptmann Pröll ersuchen.

· Ebenfalls kann aktuell eine öffentliche Petition an den Landeshauptmann unterzeichnet werden https://secure.avaaz.org/de/petition/Dr_Erwin_Proell_Landeshauptmann_von_Niederoesterreich_Rette_die_Thayatalbahn_1/

· In Briefen wenden wir uns an EU-Stellen und weisen auf die Verwendung von EU-Geldern zur Zerstör einer zukunftsfähigen Infrastruktur hin, Obwohl groteskerweise trotz Auslaufen der EU-Förderperiode im Dezember der Vertrag zum Projekt noch immer nicht unterschrieben sein soll.

· Am Samstag, den15.2. gibt es um 12:30 h ein AktivistInnentreffen (offen für Interessierte) in Waidhofen in der Pizzeria VENEZIA in der Heidenreichsteinerstraße

 

 

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Bericht von der Bauverhandlung des Radweges AUF der Bahn:

Betreiber überrascht von Problemen und Einsprüchen

 

Die Bauverhandlung für den geplanten Radweg AUF der Bahn für einen Teilabschnitt von Dobersberg bis Fratres am 31.1. in Waldkirchen zeigte auf, dass die Einreicher der (Regionalverband) mit vielen Problemen konfrontiert sind, die sie offenbar nicht erwartet haben, und die sich bei einer Führung der Radroute neben der Bahn großteils ersparen könnten. Offensichtlich war, dass die Radrouteneinreicher durch die vielen Einsprüche einigermaßen überrascht waren und auf die meisten Fragen und Kritikpunkte keine Antworten wussten. Z. B. konnte außer („Werd ma scho mochn“) keine Antwort bezüglich der Kostentragung für die Verpflichtung der AnrainerInnen gegeben werden, bei einem Forst dafür verantwortlich zu sein, dass kein Baum oder Ast die Sicherheit auf dem Radweg gefährdet. Glauben die Betreiber mit „Augen zu und durch“ durchzukommen?

 Es stellte sich U. a. heraus dass der Regionalverband als Einreicher nicht einmal noch grundbücherlicher Eigentümer der Bahntrasse ist, wo derzeit die Gleise in seinem Auftrag zerstört werden. Weiters lässt aufhorchen, dass der schon seit 2 Jahren beworbene „Radweg“ gar keine Radweg mit entsprechenden Rechten für RadfahrerInnen werden soll, sondern nur eine „Radroute“. Vertreter des Verkehrsforums Waldviertel wiesen darauf hin, dass der Verein eine alternative Radroutenführung ausgearbeitet hat, diese das Projekt wesentlich billiger machen würde, und so in Zukunft das Erfolgsrezept Rad UND Bahn realisiert werden kann, was regionalwirtschaftlich tatsächlich Arbeitsplätze für die Region bringen würde.

 

Dem Verhandlungsleiter Dr. Peham von der BH sei nochmals für seine faire Verhandlungsführung gedankt (immerhin hat er alle ausreden lassen, was nicht selbstverständlich ist).

Sollte der Bescheid für die Radroute in der geplanten Form AUF der Bahn positiv ausfallen, wird das Verkehrsforum Waldviertel dagegen Berufung einlegen.

Bild: Die Verkehrsforum-Aktion „Geldverbrennung“ für einen Radweg AUF der Bahn zeigte auf, dass viel EU-Landes- und Gemeindegeld für ein Projekt verwendet wird, bei dem eine Bahntrasse zerstört wird, und kein einziger Dauerarbeitsplatz geschaffen wird.

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Terminhinweis : So., 16. 2., 14 h Waidhofen / Ybbs :

Menschenkette ab Lokalbahnhof für die Erhaltung der Ybbstalbahn

Anreise mit Zug bis WY Lokalbahnhof möglich

http://www.schafkaes-express.com

www.ybbstalbahn.at/verein2_002.htm.

Im Ybbstal, wo es eine ähnliche Problematik wie entlang der Thayatalbahn gibt, kommen von Mal zu Mal mehr Leute zu den Kundgebungen:

Bericht nach Christian:

Ich war gestern in Opponitz, trotz Regens waren wieder ca.250 Personen am Bahnhof, (s. http://asset-c.soup.io/asset/6746/2382_c7e8_960.jpeg), die Demo zum Gemeindeamt abgesagt und wir sind ins Gasthaus gegangen, wo ueber die Gleiszerstoerung in Hollenstein berichtet wurde (Es gibt Anzeigen wegen Besitzstoerung gegen Aktivisten).

Das Medienecho ist enorm, neben den Regionalzeitungen etwa Standard, Profil (Bericht auf Seite 12) usw.

Ein Brief von Hagen v. Ortloff (SWR Eisenbahnromantik-Chef) wurde verlesen: Nach kurzen Reden von 5 Parteien vom Gemeinderat WY hats 500 Buchteln und je 20l Gluehmost und Gluehwein gegeben. Fuer die Demo (Menschenkette) am 13. wurden Warnwesten ausgegeben, mit Buchstaben „YBBSTALBAHN!“,