Der „große Lutz“ ist nicht mehr.

 Für mich war Lutz Holzinger der „große Lutz“: klar in seiner Ausdrucksweise, unbeugsam und konsequent, aber offen auch für Experimente, kritisch und humorvoll. Ich glaub tatsächlich, dass es wenig bessere linke JournalistInnenen gegeben hat. Immerhin war er seit den 70er Jahre für sein Schreiben in vielen Kreisen ziemlich bekannt.

Zuletzt hatten wir 2013 eine Veranstaltung in Purkersdorf mit ihm angekündigt und er musste damals eben kurzfristig absagen?.Ich hab mit ihm nicht so viel Kontakt gehabt, aber er war für mich immer ein fester ruhender Faktor. Es macht mich traurig, dass er jetzt mehr ist. – Ichglaube, er wär in so einer Situation sehr klar geblieben?.
JB
Von: Attac-at-agrar [mailto:attac-at-agrar-bounces@listen.attac.at] Im Auftrag von Madlene Hochleitner
Gesendet: Mittwoch, 12. Februar 2014 20:43
Betreff: Fw: Lutz Holzinger ist tot

 Der mandelbaum verlag trauert um seinen Autor Lutz Holzinger (1944-2014).
Lutz Holzinger ist am 11. Februar nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Er war einer der wichtigsten linken Journalisten in einem Land, in dem es um kritischen Journalismus nicht gut bestellt ist. Umso wichtiger war seine langjährige und hartnäckige Tätigkeit in diesem Metier. Mit der gemeinsam mit Clemens Staudinger verfassten kritischen Artikelserie zum Raiffeisen-Imperium in der Wiener Boulevardzeitung „Augustin“ hat er für das „Schwarzbuch Raiffeisen“ den Grund gelegt. Wir hoffen, dass die große Aufmerksamkeit, die das Buch erregt hat, zumindest einen kleinen Teil zur Demokratisierung der von Lutz kritisierten Zustände beiträgt.
Es sind nicht nur seine journalistischen Interventionen, die uns abgehen werden, sondern mindestens genauso sein offenes Wesen und sein trockener Humor.
Lutz, Du wirst uns fehlen