Erklärung für Widersprüche in Japan (Militarisierung; Fukushima)

In unseren Medien war ja von einem Erdrutschsieg für Abe bei den Wahlen in Japan die Rede und es wurde immer wieder gerätselt, wieso eine Partei bestätigt wurde, die für Militarisierung und trotz Fukushima für den drastischen AKW-Ausbau ist, obwohl um die 80 % der Bevölkerung beides ablehnen.

Die Antwort ist eigentlich einfach: die Wahlbeteiligung lag um die 50 % und die LDP hat ca 33 % der Stimmen zusammen mit dem Koalitionspartner Komeito nicht einmal 50%, und nur durch das Mehrheitswahlrecht haben sie so eine starke Mehrheit. Immerhin hat sich die KP Japans verdoppelt und liegt jetzt bei ca 12 %, und hat in Okinawa ein Direktmandat erreichen können; (die KP Japans ist immerhin nach der KP Chinas die größte Partei mit einem solchen Namen?.). Nun, es wär natrürlich viel schöner, der Herr Abe wäre nicht am Drücker;aber das ist eigentlich unerwartet beruhigend, danke Liebe JapanerInnen; Abe wird mit diesem Ergebnis und einer erstarkten Opposition kaum wirklich große Sprünge gegen die große Mehrheit der Bevölkerung machen können.

Und es ist auch insodern auch global erfreulich, dass zumindest ein Teil in einer Krise nach links geht

Siehe auch HP der KP Japans:

http://www.jcp.or.jp/english/jps_2014/20141214_jcp_generalelection.html