Unappetitliche Entwicklung in Wr. Neustadt

Das Abgleiten zu den Rechtsparteien in NÖ muss gestoppt werden! Alle Achtung, die ÖVP-NÖ-Granden können das Machtspiel perfekt, und bringen es zusammen von einer Drittel-Position aus eine VP-FP-Grüne Konstellation in Wr. Neustadt zusammenzuzimmern (Schüssel schau oba)

Aber ich möchte ehrlich bleiben: allein die Person des designierten neuen Wr. Neustädter Bürgermeisters verschlägt mir komplett den Appetit, um es vorsichtig auszudrücken. Dass die Grünen dort bei dieser Unappetitlichkeit mitspielen, gibt noch eines drauf. Das wird auch nicht dadurch entschuldigt, dass die SP ähnliches getan hat oder tut?..bitte Grüne in Wr. Neustadt überlegt euch das noch einmal!Siehe den Beitrag des Wiener Grün-Gemeinderat M. Margulies zur Entwicklung in Wr. Neustadt:

https://martinmargulies.wordpress.com/2015/02/16/die-grenze-der-nichteinmischung-ist-erreicht/#

 Dies alles ist Ausdruck einer insgesamten Misere in NÖ, die durch einen weiteren Ausbau der schwarzen Machtpolitik und Selbstherrlichkeit, durch eine atemberaubende Implosion der SPÖ in vielen Regionen und einen Aufstieg der FP gekennzeichnet ist. Zuwächse der Grünen sind sehr positiv, aber, siehe Wr. Neustadt, auch keine Garantie für was Gescheiteres.

Die SPÖ ist dabei außer St. Pölten, Krems und Bruck in sämtlichen Bezirksstädten abgebaut zu werden. Dies ist auch das Ergebnis des Anpassungskurses von Stadler und Co, die nicht mehr das Land insgesamt oder die arbeitende Bevölkerung sehen, sondern ihre eigenen Schäfchen ins Trockene retten wollen. Die SPÖ-NÖ ist auf dem Weg innerhalb kurzer Zeit die Bedeutung zu erlangen, die die SP in Vorarlberg noch hat?.

Ich hab kein Rezept, aber irgendwas muss getan werden um die rasante Verlagerung zu den zwei Rechtsparteien in NÖ zu stoppen.

Eines vergessen die schwarzen Machtpolitiker bei all ihrer Machtpolitik übrigens: BEI DER LETZTEN GEMEINDERATSWAHL WAR DIE ZAHL DER NICHTWÄHLERINNEN UND DER UNGÜLTIG WÄHLENDEN DEUTLICH GRÖSSER ALS DIE STIMMEN FÜR ihre VORMACHTSPARTEI. Und sie haben auch nicht gewonnen, sondern nur durch die forsche Zurechnung von Bürgerlisten ihren Rückgang überspielt.

NÖ ist zu schön und die Menschen sind es wert, als das dieses Land von dunklen schwarz-blauen Kräften eingefärbt wird!

2 Kommentare zu „Unappetitliche Entwicklung in Wr. Neustadt

  1. Die Grünen wollen als Steigbügelhalter auch endlich an die gut gefüllten Futtertröge der Politik. Grundsätze sind dabei in Pröllistan nur hinderlich. Des Zerfledern der SPÖ werden wir in Krems aufarbeiten:
    Transform!at und ZVPÖ
    laden ein zum Vortrag von
    ao. Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann1):

    ?Die politischen Positionen der österreichischen Sozialdemokratie im Ersten Weltkrieg und in der Ersten Republik (1914-1938)?

    und anschließender Diskussion. Moderation: GR Mag. Wolfgang Mahrer

    Wann: Dienstag, 10. März 2015 um 19:00 Uhr
    Wo: Räume der Kultur Mitte Krems, Obere Landstraße 8, 1. Stock
    Für Buffet und Getränke ist gesorgt!

    1)Prof. Hautmann geb. 1943, ao. Universitätsprofessor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Linz im Ruhestand, Forschungsgebiete: Geschichte der Arbeiterbewegung und des 1. Weltkriegs.

    Dieser Vortrag ist der Beginn einer Trilogie zur Entwicklung der österreichischen Arbeiterbewegung von der Gründung bis zu Bundeskanzler Faymann. Der Bogen spannt sich vom

    ?Austromarxismus? bis ?Die SPÖ, die Partei des kleineren Übels?2)

    2) Stephan Schulmeister in ?Der Standard? 28. 11. 2014, Seite 31

    Im Herbst werden in zwei Folgevorträgen und Diskussionen der
    Historiker Dr. Winfried Garscha ?Die Entwicklung der österreichischen Arbeiterbewegung im Dritten Reich bis zu Bundeskanzler Dr. Kreisky (1938-1983)?
    und der
    Ökonom Dr. Walter Baier ?Arbeiterbewegung in der Zeit von Bundeskanzler Vranitzky bis zur Gegenwart unter Bundeskanzler Faymann? behandeln.

    Die Termine dieser Vorträge werden in getrennten Einladungen bekanntgegeben!

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  2. Sg. Hr. Baum,

    leider irren Sie hier. Und zwar gewaltig!

    Die Wr. Neustädter Opposition (wenn man die Grüne nennt wäre das unnett) ist seit Jahren auf Rot angefressen. Wundert nicht.

    Daher haben sie allen Mut zusammengenommen und gegen die Parteilinie einen eigenen Weg genommen.

    Ist auch nicht tragisch. Denn wenn wer solchen Mut beweist ist sicher auch Hirn und ideolgische Festigkeit dahinter. Da wird BLAU von denen was lernen können!

    In Purkersdorf hat ja Grün und Rot Ihr eigenes Lebenswerk praktisch zerstört. Das linke Fähnlein kann ja faktisch nicht mehr aufrecht gehalten werden (DEM Dauerbeschuss hält selbst die beste Linke nicht stand).

    Ein Neuanfang mit den echten Getreuen wäre dringendst anzuraten!

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