Mutig in die Neuen Zeiten! -Offener Brief an Bgm Schlögl

Sehr geehrter Bürgermeister, lieber Karl!

Immer mehr Menschen erkennen, dass die Entwicklung mit den Flüchtlingen einen neuen Abschnitt in der Geschichte aufzeigt

Im Zeitalter der elektronischen Vernetzung über Handys usw. werden sich immer mehr Personen der weltweiten gigantischen Unterschiede bewusst. Ich hoffe sehr, dass nun die Industriestaaten, und auch Österreich einen größeren Beitrag zur Lösung der globalen Probleme von Hunger, Klimawandel, Krieg und Elend leisten wird, nachdem die westlichen Eliten seit den Zeiten des Kolonialismus dies wesentlich (mit)verursachten und davon profitier(t)en.

 Klar, Österreich und schon gar nicht Purkersdorf können alle Probleme lösen, aber wir können auch nicht mehr als eine Insel der Seligen abseits stehen. Derzeit muss Österreich die Flüchtlingsströme bewältigen, ob wir wollen oder nicht; und durch den Einsatz von vielen, vielen Tausenden Freiwilligen und durch die tolle Organisationskraft wie RK, ASBÖ, Caritas, Volkshilfe, Diakonie haben wir Menschen auch wie Menschen behandelt. Mich erfüllt das mit Stolz, wenngleich klar ist, dass da noch viele Herausforderungen warten. Mich erfüllt auch mit Stolz, dass auch in Purkersdorf eine Welle der Hilfbereitschaft vorhanden ist, die auch durch den Besuch von Dutzenden BürgerInnen bei den „runden Tischen“ offenkundig wurde

 Ich könnte verstehen, dass du beim letzten runden Tisch überhaupt keine Zeit hattest, weil du ein paar Meter weiter eine Ausstellung eröffnet hast. So wie auch der Vizebürgermeister. Nicht verstehe ich, dass du deiner Vertreterin dann aber nicht die Kompetenz für Entscheidungen überläßt, und es stattdessen bei allen Vorschlägen der Anwesenden nur heißt: „Das muss dem Bürgermeister vorgelegt werden“. So wird BürgerInnenengagement nicht gefördert.

Ich verstehe nicht, warum du beim oder am Rande des Sportplatzes oder sonst wo in Purkersdorf, wo Infrastruktur vorhanden ist, nicht Container aufstellten lassen möchtest. Ich erfasse auch nicht, warum bei einem Gebäude , das früher zum Hotel Moder gehörte und jetzt meines Wissens der Baugenossenschaft „Wien Süd“ gehört, nicht Adaptionen möglich sein sollten, um eine Zeitlang dort Flüchtlinge unterzubringen. Ein wenig begründetes „Njet“ zu Dutzenden Vorschlägen bringt uns nicht weiter.

Steht es einem Manager wie dir an, laufend zu sagen, was nicht geht? Ein Manager soll dafür wirken, dass etwas geht – dafür wird er auch bezahlt. – Christian Konrad zeigt das vor.

Bei allen beträchtlichen Unterschieden und auch bei mancher Kritik anerkenne ich dein großes organisatorisches Talent und ich bitte dich, das jetzt im Sinne der Herausforderungen einzusetzen.

Einzelne Familien sind mit gutem Vorbild voran gegangen. Wenn Purkersdorf, als durchaus nicht ärmste Gemeinde, die „Quote“ von 1,5% erfüllen soll, dann werden aber die Privatinitiativen nicht ausreichen, dann muss auch etwas Größeres getan werden. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Briefs hat sich das einzig größere Projekt des Vereins „Menschen.leben“ in der Linzerstraße beim ehemaligen Postverteilzentrum leider noch immer verzögert- und es gibt noch immer keine konkreten Informationen dazu. Obwohl der Verein die Kosten für die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt.

 Ich weiß, manche Politiker haben Angst, dass ein klares Engagement für sie nicht gut sein könnte. Ich nehme an, du stimmst mir zu, dass das Wiener Wahlergebnis nach übereinstimmenden Analysen zeigte, das mit klarer Haltung auch Wahlen zu gewinnen sind.

In diesem Sinn viel Erfolg wünscht dir

 Josef Baum

15 Kommentare zu „Mutig in die Neuen Zeiten! -Offener Brief an Bgm Schlögl

  1. Du solltest mal die Rechtschreibprüfung über dein Geschreibsel drüberlaufen lassen – das Jemand mit 2 Dr so fiele Recht schreib Veeler machen kann dass hätte Ich mir nicht gedacht 🙂

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  2. Lieber Josef,

    Wenn das BürgerInnenangagement wirklich so groß ist, dann sollte es ja auch kein Problem darstellen, die offenen Punkte zu lösen. Statt dessen lese ich aber immer nur Forderungen von Gutmenschen, die keinesfalls repräsentativ für die gesamte Purkersdorfer Bevölkerung stehen!

    Wer helfen will, sollte sich überlegen, was in seiner eigenen Macht und Möglichkeit steht und nicht ständig die öffentliche Hand in eine nicht vorhandene oder bestenfalls oktroyierte Pflicht nehmen.

    Du weißt, dass ich prinzipiell Eurer Liste nahestehe, aber in den letzten Wochen Frage ich mich oft weshalb eigentlich! Hier wird ein humanitäres Problem herbeigeredet, dass eigentlich ein klassischer Fall von Wirtschaftsflüchtlingen ist und nicht mit anderen Kriterien vermischt werden sollte! Österreich hat bspw. im Jugoslawienkrieg gezeigt, dass hohes Verständnis für Nachbarn in Not vorhanden ist. Dass man aber quer durch den Kontinent wandern muss, um das Land mit den besten Sozialleistungen zu erreichen, hat nichts mir Not und Krise zu tun!

    Ich denke, dass ich damit durchaus auch die Bedenken vieler anderer Anspreche, die Ihr verbal vereinnahmt, für die Ihr aber keineswegs sprecht!

    Wenn Ihr purkersdorfweite Lösungen wollt, dann beachtet bitte auch das gesamte Spektrum der Meinungen in unserer Gemeinde.

    Liebe Grüße
    Jürgen

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  3. Lieber Jürgen! Die allermeisten,die da jetzt unterwegs sind,sind Kriegsflüchtlinge. Gut sie könnten in der Türkei oder im Libanon bleiben bzw vegetieren, und würden es auch wahrscheinlich, wenn die UN mangels Geld die Unterstützung nicht gekürzt hätte. dort sind ja ohnehin mehr als 90 % der Flüchtlinge aus Syrien. Kriegsflüchtlinge sind eigentlich nach diversen Konventionen als Menschen zu behandeln, ich glaube, man bräuchte dazu aber auch keine Konventionen.
    Das das alles Probleme auf wirft und aufwerfen wird, ist klar. Aber die Hypo-Rettung kostet uns – wie du als Ökonom weißt,locker das Zig-Fache davon.
    -Ich habe als Person diesen Brief geschrieben, ich habe nicht vor jemand zu vereinnahmen. Und das da was zu tun ist, da seh mich in Gesellschaft von Häupl, oder sogar Faymann, Merkel, Konrad… die Frage ist einfach: Was wäre die Alternative

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  4. Lieber Josef! Hypo mit Flüchtlingen zu vergleichen sehe ich jetzt mal als sophistisches Hoppala an, da ich kaum galube, dass Du ernsthaft ein finanzielles mit einem humanitären Fiasko vergleichen willst. Oder sollen wir hier nun über Zahlungsflüsse diskutieren? Spannend finde ich auch, dass Du Dich jetzt plötzlich auf Leute berufst, die in Integrationsfragen nicht einmal gescheitert sind, weil Ihnen das Thema ohnehin komplett egal ist.
    Für mich sollten Kriegsflüchtlinge sich und ihre Familien retten und nicht quer durch Europa in das Land mit der besten sozialen Absicherung ziehen, wärend sie ihre Familien einfach zurücklassen! Das mag definitorisch und politisch unkorrekt sein, aber in meinem Herzen stimmt das, weshalb ich die nun ankommenden und durchreisenden Syrer sehr wohl als Wirtschaftsflüchtlinge betrachte. Dies ist eben meine Meinung, so wie Du Deinen persönlich geschrieben hast. Hier sollte also auch Platz für mehrere Meinungen sein.
    Alternative: Relativ simpel! Wie wäre es, wenn die EU und ihre Mitgleidsstaaten mal die aktuelle Rechtslage ernst nehmen würden und nicht einfach Menschenströme durchwinken, weil das einfacher ist. So machen wir die EU – die ich als großes Friedensprojekt sehr schätze – wirklich kaputt. Und zwar vor allem in den Augen ihrer BürgerInnen. Denn wenn Politiker nicht einmal die eigene Rechtslage kennen oder akzeptieren, dann ist das eine politische Bankrotterklärung.

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  5. Lieber Jürgen! Ich weiß, Strache meint, Krieg ist kein Fluchtgrund. Du meinst, wenn man kein Dach über dem Kopf mehr hat, weil alles zerbombt ist, dann ist man ein Wirtschaftsflüchtling. Und du meinst, alle sollen in Griechenland bleiben, weil dort sind sie in die EU gekommen. Dort, wo die Menschen selbst mit ihrem Leben kaum mehr zurecht kommen! Also ich find deine Meinung ziemlich beschissen! Und ich helfe manchmal am Hauptbahnhof bei den Flüchtlingsorganisationen: dort wimmelt es vor Kindern! Und die geltende Rechtslage ist eher das Problem, als die Lösung: Vom Ausland aus darf man keinen Asylantrag stellen und einreisen darf man auch nicht. Eine sehr bequeme Rechtslage, die aber keinem Flüchtling weiterhilft. Gut, dass hier auch für meine Meinung Platz ist!

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  6. Lieber Gerhard. Selbstverständlich sollte hier für alle Meinungen Platz sein. Und wenn es Dir ein Bedürfnis ist, am Hauptbahnhof zu helfen, ist das auch okay. Was ich jedoch nicht okay finde, ist kritische Meinungen ins rechte Eck zu stellen und sie anstatt vernünftig zu argumentieren (sieh Dir bspw. mal die aktuellen Statistiken an, denn subjektive Wahrnehmung ist kein guter Ratgeber, dass kan Dir jeder Psychologe bestätigen) jede Gegenmeinung niveaulos als "beschissen" abzutun. Auf diesem Niveau bin ich auch nicht bereit weiterzudiskutieren. Und wahrscheinlich liegt es auch an dieser totalitär-naiven Grundhaltung (nur wir haben recht), dass ihr Euch völlig einseitig von Fragen einer vernünftigen Problemlösung abwendet.
    PS: den Griechen geht es wirtschaftlich nicht gut,soweit okay – aber zum guten Teil auch hausgemacht, aber Frieden und Sicherheit wird dem Land kein vernünftig denkender Mensch absprechen können.

    Da im Rahmen der LiB aber aus meiner Sicht nun keine Gegenmeinungen mehr geduldet werden, ist es nun wohl auch Zeit für mich, der Politik in Purkersdorf endgültig den Rücken zu kehren.

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  7. Lieber Jürgen! Ich weiss nicht, von welcher Statistik du sprichst. Das "offizielle" Purkersdorf hat bis jetzt 0 Flüchtlinge aufgenommen. Das scheint mir deutlich unter der Zumutbarkeitsgrenze zu liegen! Und ich hab in letzter Zeit soviel Berichte über plündernde und vergewaltigende Flüchtlingshorden gelesen, die sich alle als erfunden herausgestellt haben, während in Wirklichkeit Kinder die Nächte in Kartons an der Grenze verbringen mussten, das hat offensichtlich mein Niveau beeinträchtigt. Und ja! Die Argumentation, dass die Griechen an ihren Problemen selbst schuld sind und sich die Flüchtlinge behalten sollen und Österreich keine EU-Außengrenze hat und daher keinen einzigen Flüchtling aufnehmen braucht, weil alle über sichere EU-Länder gekommen sein müssen, finde ich beschissen!

    Die einzige vernünftige Problemlösung wäre es, Frieden in diesen Regionen zu schaffen. Leider sehe ich da meine Einflußmöglichkeiten sehr beschränkt.

    Ich bin kein Sprecher der LIB, glaube aber sagen zu können, dass die LIB ihre Ansichten nicht im Sinne einer Wählerstimmenmaximierung adaptiert. Die ständige Drohung mit dem Liebesentzug geht daher ins Leere.

    P.S.: Die Geschichte mit den nicht geduldeten Gegenmeinungen versteh ich nicht. Ich hab den Eindruck, dass du meine Meinung nicht dulden willst. Es braucht sich ja niemand öffentlich zu äußern, wenn er es nicht erträgt, dass jemand dazu Stellung nimmt. Ich nehme mir jedenfalls die Freiheit heraus, es auch zu sagen, wenn ich etwas nicht in Ordnung finde!

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  8. Lieber Gerhard. Nochmals so dass auch Du es verstehst! Josef und ich haben über Lösungsansätze diskutiert. Und zwar mit ARGUMENTEN, wie es sich für einen Dialog unter Erwachsenen gehört. Statistiken gibt es für Purkersdorf keine, aber für Österreich und wenn Du diese nicht glauben willst oder als Horrorszenario interpretierst, ist das eine private Glaubensfrage und kein Argument!
    Ich habe Deine Meinung dezidiert respektiert und Dein Gegenargument ist zweimal meine Meinung als "beschissen" zu kommentieren. Dies ist weder Argument noch Meinung sondern Werturteil! Auchich habe ein Werturteil zu Deinen beiden Kommentaren, bin aber erwachsen genug, um mich nicht auf Dein Niveau zu begeben. Denn im Prinzip sagst Du nur, ich mag ein bestimmtes Gesetz nicht und deshalb muss es nicht beachtet werden. Diese Einstellung ist für mich als Demokrat nicht nachvollziehbar.
    Apropos Liebesentzug. Auch da verwechselst Du Argument und Werturteil. Aber offenbar siehst Du Dich ja als Hüter der einzig richtigen Wahrheit an, denn Du hast Recht und Deine Meinungsäußerung ist erwünscht, meine aber nicht. Soviel zu Deinem Demokratieverständnis!
    Aber keine Angst ich werde Deine hübsche kleine Scheinwelt nicht mehr mit meiner Meinung beschmutzen. Nicht, weil Du mich überzeugt hast, sondern weil ich es satt habe, ohne wirkliche Argumente einfach nur diffamiert zu werden. Also: Ein hoch auf DEINE Meinungsfreiheit!

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  9. Lieber Jürgen! Du schreibst: "Nochmals so dass auch Du es verstehst! Josef und ich haben über Lösungsansätze diskutiert."

    Da schau ich mir doch gleich deinen ersten Kommentar an:
    "Statt dessen lese ich aber immer nur Forderungen von Gutmenschen, die keinesfalls repräsentativ für die gesamte Purkersdorfer Bevölkerung stehen!"

    Ja, wenn gleich am Anfag "Gutmensch" steht, erkenne ich, dass eine seriöse Diskussion folgt. Und offensichtlich bist du im Besitz einer repräsentativen Umfrage über die Meinung der Purkersdorfer Bevölkerung. Teil sie doch mit uns!

    "Wer helfen will, sollte sich überlegen, was in seiner eigenen Macht und Möglichkeit steht und nicht ständig die öffentliche Hand in eine nicht vorhandene oder bestenfalls oktroyierte Pflicht nehmen."

    Kann ich jetzt nicht wirklich als Lösungsansatz sehen. Meinst du mit "oktroyierte Pflicht" die Vorgaben des Innenministeriums?

    "Hier wird ein humanitäres Problem herbeigeredet, dass eigentlich ein klassischer Fall von Wirtschaftsflüchtlingen ist…"

    Auch nicht wirklich ein Lösungsansatz. Dass man ernsthaft von einem "herbeigeredeten humanitären Problem" sprechen kann, wenn man ständig den Berichte in den Medien folgt, ist mir schleierhaft.

    "Dass man aber quer durch den Kontinent wandern muss, um das Land mit den besten Sozialleistungen zu erreichen, hat nichts mir Not und Krise zu tun!"

    Man kann es auch so sehen: Vielleicht macht es eher Sinn in Länder mit hoher Wirtschaftskraft zu flüchten, als dorthin, wo die Bevölkerung schon mit dem eigenen Leben kaum zurecht kommt (aus welchem Grund auch immer). Und die Sache mit der aktuellen Rechtslage: Wenn Merkel und danach Faymann das Dublin-Abkommen aus humanitären Gründen außer Kraft setzen, dann ist das der gleiche Rechtsbruch, als wenn ich bei einer 100 kmh Geschwindigkeitsbeschränkung nur 80 fahre!

    "Ich denke, dass ich damit durchaus auch die Bedenken vieler anderer Anspreche, die Ihr verbal vereinnahmt, für die Ihr aber keineswegs sprecht!"

    Ja, vor allem die Bedenken der FPÖ-Wähler und Krone-Leser, wobei ich jetzt nicht erkennen kann, wo die von der LIB vereinnahmt wurden. Und nun letzter Satz:

    "Wenn Ihr purkersdorfweite Lösungen wollt, dann beachtet bitte auch das gesamte Spektrum der Meinungen in unserer Gemeinde."

    Auch hier kann ich keinen Lösungsansatz und kein Argument erkennen. Kann vielleicht als Appell bezeichnet werden. Was bitte hab ich übersehen? Ich vermische also Argument, Meinung und Werturteil und habe eine Scheinwelt. Und will Statistiken nicht glauben, die es für Purkersdorf nicht gibt.
    Naja…

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  10. Lieber Gerhard,
    Schön dass Du diesmal die Fäkalsprache weglässt. Es wäre noch schöner gewesen, wenn Du die ganze Diskussion gelesen hättest, weill ich mich als Lösungsansatz für die Einhaltung der EU Gesetzgebung ausgesprochen habe. Aber vielleicht findest Du den Teil ja noch und glaubst damit einen weiteren Grund zu finden, mich mit der FPÖ in Verbindung zu bringen. Übrigens eine typische Vorgehensweise von Gutmenschen, wenn sie sich nicht mit der Realität auseinandersetzen möchten und dann völlig von Wahlergebnissen überrascht werden und entsetzt sind, weil sie nur mehr einer bestimmten Zielgruppe zuhören und alles andere abwerten.
    Aber ach ja, Gutmensch ist ja ein furchtbares Unwort, dass bei Dir dazu führt, Kommentare sowieso gleich zu kategorisieren. Nur schade, dass ich bestenfalls in eine von Dir ausgedachte Kategorie als FPÖ-Wähler und Kronenzeitungsleser falle. Etwas, dass jeden der mich wirklich kennt zu schallendem Gelächter bringen würde.
    Josef spricht von Dutzenden BürgerInnen und leitet dann den Wiener Wahlsieg für Häupl über. Das ist ein rhethorischer Fehlgriff, der sehr wohl repräsentative Mehrheiten vereinnahmt.
    Interessant finde ich allerdings Dein Zugeständnis, dass die Flüchtlinge sich also doch vorwiegend für die wirtschaftliche Situation ihres Gastlandes interessieren und weniger für familiäre Sicherheit. Somit stimmst Du mir also ungewollt zu, dass es sich um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Tja so ist dass eben, wenn man beginnt irrationale Argumentationsketten bilden zu wollen.
    Und obwohl ich ahne, dass Du mich wegen dieser Äußerung am liebsten gleich wieder ins rechte Eck schieben willst. Meine Großeltern wurden auch ausgebombt, sind aber nicht nach Syrien oder sonstwohin ausgewandert!

    Also bitte Texte immer gesamt lesen und weiterhin fleißig argumentieren üben. Vielleicht klappt es dann ja auch mal.
    Eine abschließende Bitte hätte ich aber noch. Üb ab jetzt mit jemand anderem, denn an meine Erfahrung kommst Du sicher noch lange nicht ran und ich will Dich kein zweites Mal bloßstellen, so wie Du jetzt schon die Wirtschaftsflüchtlinge zugibst.

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  11. Lieber Jürgen! Deine zynisch-überhebliche, oberlehrerhafte Art, mit mir zu kommunizieren hilft mir sehr weiter bei der Einschätzung deiner Persönlichkeit.

    Mit der EU-Gesetzgebung meinst du ja offensichtlich das Dublin-Abkommen. Das Dublin-Abkommen besagt, dass ein Staat das Recht hat, einen Asylwerber, der schon vorher in einem sicheren Drittland war, dorthin abzuschieben. Dazu habe ich im vorherigen Beitrag schon geschrieben, dass Merkel und Faymann dieses Recht zur Zeit nicht in Anspruch nehmen wollen, da weder Griechenland noch Ungarn oder Slowenien die Möglichkeit haben, mit diesen Flüchtlingsmassen zurecht zu kommen. "Lasst sie einfach vor der Tür stehen" ist für mich ein zu billiger Lösungsansatz.

    Und nein, ich habe weder gewollt noch ungewollt zugestanden, dass die Flüchtlinge Wirtschaftsflüchtlinge sind, denen es mehr um die wirtschaftliche Situation ihres Gastlandes geht und weniger um ihre familiäre Sicherheit. Erstens ist es nicht vom angestrebten Zielland abhängig, ob jemand ein Wirtschaftsflüchtling ist. Zweitens überrascht mich das entweder – oder: ist die familiäre Sicherheit in Ungarn eher gegeben als in Deutschland? Und drittens: Wenn die Ungarn die Flüchtlinge an die Grenze karren und dort aussetzen, müssen die dann sagen: "Nein, wir wollen unbedingt in Ungarn bleiben"?

    Zu deinen Großeltern (bei mir waren es die Eltern, da ich ja doch knapp 20 Jahre älter bin als du – also eigentlich nur der Vater, meine Mutter ist nach dem Krieg als Flüchtling nach Wien gekommen):
    Wien war nie eine Frontstadt. Man war also nie der Gefahr ausgesetzt, dass hinter der nächsten Ecke einer steht, der auf dich schießt. Weiters hat man Stunden vorher gewusst, wann ein Luftangriff erfolgt. Man hat sich in den Luftschutzkeller begeben können. Und die Bombenabwürfe galten primär kriegswichtigen Zielen. Wohnhäuser waren eher Kollateralschäden.

    Und nein, ich fühle mich nicht bloßgestellt. Ich empfinde deine Argumentation als peinlich platt! Und dein Selbstbild korreliert überhaupt nicht mit dem Fremdbild, welches ich von dir habe!

    Aber ich werde weiter üben!

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  12. Oh weisester Gerhard von allen! (DAS ist zynisch)

    Ich Unwissender. Ich dachte doch wirklich, dass wir über das Flüchtlingsproblem diskutieren, doch jetzt muss ich erkennen, dass Du nicht nur meine politische Gesinnung sondern auch meine Persönlichkeit analysierst. Normalerweise verlangt so etwas eine profunde Ausbildung. Was benutzt Du? Eine Kristallkugel? (Doch jetzt genug von meinem Zynismus.)

    Meine Stellungnahme zu Merkel und Co findest Du übrigens auch in der Diskussion mit Josef. Also nochmal, bitte alles lesen und überdenken, bevor Du meinst ein Argument gefunden zu haben.

    Zur oberlehrerhaften Art: Tja, was soll ich sagen, außer Berufskrankheit. Ich diskutiere eben gerne, wenn man sich an logisch-argumentative Regeln hält. Wie schon erwähnt, läßt Du das leider vermissen. Inzwischen muss ich leider auch schon Deine Lesekompetenz in Frage stellen, weshalb ich dieses kleine dialogische Geplänkel nun endgültig einstelle. Du kannst gerne das letzte Wort haben, wenn das Dein Ego braucht. Dadurch wird es nicht richtiger oder wahr(er).

    Genausowenig wie Deine implizite Annahme, dass meine Großeltern in Wien lebten. Ihr Haus stand im Kampfgebiet und da man ein Haus nicht wegtragen kann, ist es egal, ob man weiß, wann wer kommt. Kollateralschaden hin oder her. Aber für Dich gilt ja der Allwissenheitsanspruch und jeder andere ist FPÖ-Wähler.

    Letztlich finde ich Deinen sicheren Bombenkeller als die unmenschlichste Metapher überhaupt. Nach Deiner Diktion wäre also das Problem gelöst, wenn alle Syrer einen Bombenkeller hätten, denn dort ist es ja sicher. Und mich nennst Du zynisch!!!

    Fremdschämen ist normalerweise nicht mein Ding, aber Du bringst mich dazu!

    Und jetzt lass uns noch an Deiner abschließendenWeisheit teilhaben, damit ich Deine tollen Nochimmernichtargumente endlich abhaken und vergessen kann.

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  13. Lieber Jürgen,
    ich hab leider nicht gewusst, dass ich ohne Ausbildung niemanden einschätzen darf. Fein, dass du dich nun für mich schämst!

    Ich will hier doch noch mein letztes Wort anbringen, vielleicht weniger wegen meines Egos, sondern weil ich nach dem Absenden meines letzten Beitrags gedacht habe, ich hätte noch Folgendes dazuschreiben sollen:

    Deine Ausführungen strotzen vor Fachbegriffen aus der Rhetorik, du siehst dich als Punktsieger in einem Argumentations-Match, bei dem du mir mit immer neuen Finten das Wort im Mund umdrehst, und völlig empathielos halt alles zu nicht-Argumenten erklärst.

    Ich wollte eigentlich nirgendwo Punktesieger oder sonst was sein.
    Ich wollte nur meine Meinung zum Ausdruck bringen, dass ich angesichts von tausenden Menschen, Familien, Kindern, die vor unseren Grenzen in der Kälte lagern, es ziemlich billig finde, als einzigen Lösungsvorschlag vorzubringen "Es gibt doch ein Gesetz, nach dem wir das Recht haben, sie alle wieder wegzuschicken" und ihnen dann noch zu unterstellen, ohne echte Not hergekommen zu sein.

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  14. Epilog
    Eigentlich wollte ich nicht mehr antworten.
    Da Du aber – wie ich leider beruflich bedingt jetzt erst gesehen habe – meinen Standpunkt im letzten Kommentar nun doch anerkennst, möchte ich mich höflichkeitshalber für Deine Einsicht bedanken.
    (Erklärung gibt es nun aber wirklich keine mehr. Finde es selbst heraus.)

    PS: Erbsen oder Punkte zählen habe ich nicht nötig. Das muss eines Deiner Hobbies sein.

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